16-Jähriger aus Nottuln wegen IS-Unterstützung festgenommen und wieder freigelassen
Hans-Helmut RuppersbergerVerdächtiger IS-Sympathisant wieder bei den Eltern - 16-Jähriger aus Nottuln wegen IS-Unterstützung festgenommen und wieder freigelassen
Ein 16-Jähriger aus dem Münsterland wurde am Freitagabend unter dem Verdacht festgenommen, die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) zu unterstützen. Die Polizei durchsuchte das Elternhaus des Jugendlichen in Nottuln und beschlagnahmte mehrere Gegenstände, darunter ein Messer und Attrappen von Waffen. Die Behörden bestätigten, dass der Teenager in sozialen Medien IS-nahe Beiträge geteilt hatte, teilweise mit Abbildungen von Waffen.
Die Festnahme erfolgte im Rahmen eines Polizeieinsatzes im Haus des Jugendlichen in Nottuln. Beamte sicherten sein Mobiltelefon, ein Messer sowie mehrere Waffen – größtenteils Attrappen – sicher. Eine der Waffen wird noch untersucht, um ihre Echtheit zu klären.
Nach den Vernehmungen sahen die Ermittler keine akute Gefahr durch den Jugendlichen. Er wurde in die Obhut seiner Eltern entlassen, wobei das Jugendamt informiert wurde. Die Münsteraner Polizepräsidentin Alexandra Dorndorf betonte den Umgang des Landes mit solchen Fällen: mit Sensibilität, Wachsamkeit und Schnelligkeit.
Trotz der Freilassung laufen die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden weiter. Zwar gab es keine Haftgründe, doch die Untersuchungen zu den mutmaßlichen IS-Sympathien des Jugendlichen bleiben aktiv.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltende Beobachtung extremistischer Tendenzen unter jungen Menschen. Die Familie des Teenagers in Nottuln steht nun unter verstärkter Aufsicht, wobei das Jugendamt eingebunden ist. Die Behörden gaben keine Auskunft darüber, ob es in den letzten Jahren ähnliche Ermittlungen gegen minderjährige IS-Sympathisanten gegeben hat.






