13 March 2026, 00:12

19-Jähriger kämpft für Wahlrecht ab 16 in NRW – "Demokratie braucht junge Stimmen"

Ein Blatt mit einer Zeichnung einer vielfältigen Gruppe von Menschen, einige sitzen und einige stehen, mit dem Text "Die demokratische Plattform" darüber.

19-Jähriger kämpft für Wahlrecht ab 16 in NRW – "Demokratie braucht junge Stimmen"

Ein 19-jähriger Student aus Bielefeld setzt sich für mehr jugendliche Stimmen in der deutschen Politik ein. Jannis Auffenberg, der bereits an mehreren Wahlen teilgenommen hat, fordert, dass 16-Jährige bei der Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen mitbestimmen dürfen. Sein Argument: Das Alter sollte politische Teilhabe nicht einschränken – und Demokratie braucht mehr als nur gelegentliche Stimmabgaben.

Auffenberg gab seine erste Stimme bei der Europawahl 2024 ab. Seitdem hat er sowohl an der letzten Bundestagswahl als auch an den Kommunalwahlen 2025 teilgenommen. Diese Erfahrungen prägten seine Haltung zu politischem Engagement.

Für ihn reicht Wählen allein nicht aus. Er bezeichnet es als "Trostpflaster" und kritisiert, dass Politiker:innen die Anliegen der Bürger:innen nach Wahlen oft ignorieren. Stattdessen plädiert er für eine kontinuierliche Mitgestaltung – besonders durch junge Menschen.

Die Vorstellung, nur Volljährige ab 18 sollten wählen dürfen, lehnt er ab. Aus seiner Sicht zählt die Meinung einer 16-Jährigen genauso viel wie die einer langjährigen Wählerin. Zudem besteht er darauf, dass Jugendliche bei fast allen politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen mitreden sollten.

Bildung spielt in seiner Argumentation eine zentrale Rolle. Auffenberg betont, wie wichtig es ist, Menschen über Politik aufzuklären und ihnen echten Zugang zu politischen Prozessen zu ermöglichen. Ohne dies, warnt er, bleibe die Demokratie unvollständig.

Sein Appell, das Wahlalter zu senken, kommt vor der Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen. Sein Engagement spiegelt eine breitere Forderung nach mehr Jugendbeteiligung in der Politik wider. Gelänge die Reform, könnten 16- und 17-Jährige künftig Entscheidungen mitbeeinflussen, die ihre Zukunft prägen.

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