250 Frauen fordern radikale Reformen gegen männliche Gewalt und Femizide
Rebekka Ullrich250 Frauen fordern radikale Reformen gegen männliche Gewalt und Femizide
Ein Bündnis aus 250 prominenten Frauen hat einen detaillierten Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, um männliche Gewalt zu bekämpfen. Zu der Gruppe gehören Politikerinnen, Aktivistinnen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas, die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner und die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer. Ihre Vorschläge zielen auf Rechtsreformen, digitale Gewalt und besseren Schutz für Opfer ab.
Kernforderung des Plans ist eine grundlegende Reform des Sexualstrafrechts. Gefordert wird ein "affirmatives Konsensmodell", bei dem nur ein explizites "Ja" als Zustimmung gilt. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einführung von "Femizid" als eigenständiges Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch.
Auch digitale Gewalt steht im Fokus. Das Bündnis verlangt ein Verbot von KI-gestützten "Nudify"-Apps, die ohne Einwilligung gefälschte Nacktbilder erzeugen. Zudem fordern die Frauen neue Gesetze, um nicht konsensuelle sexualisierte Deepfakes unter Strafe zu stellen. Ergänzend soll ein digitales Schutzgesetz Plattformen verpflichten, schädliche Inhalte schneller zu löschen und bei der Identifizierung von Tätern zu helfen.
Die Initiatorinnen kritisieren, dass die aktuellen Gesetze moderne Formen von Missbrauch nicht ausreichend abdecken. Ihr Plan soll rechtliche Lücken schließen und klarere Konsequenzen für Täter schaffen.
Die Vorschläge liegen nun bei Abgeordneten und Politikern zur Prüfung vor. Sollten sie umgesetzt werden, würde dies einen bedeutenden Wandel in der Art und Weise bedeuten, wie Deutschland mit sexualisierter Gewalt und digitalem Missbrauch umgeht. Das Bündnis hat deutlich gemacht, dass es konkrete Maßnahmen und keine vagen Versprechungen erwartet.






