5. Februar: Warum Deutschland den "Hast du gepupst?"-Tag feiert
Franz Josef Schlosser5. Februar: Warum Deutschland den "Hast du gepupst?"-Tag feiert
Jedes Jahr am 5. Februar begeht Deutschland einen ungewöhnlichen Feiertag: den "Hast du gepupst?"-Tag. Er wurde 2006 ins Leben gerufen und soll Menschen dazu ermutigen, über eine ganz natürliche Körperfunktion zu lachen und sie zu akzeptieren. Gemeinsam mit dem Welt-Nutella-Tag sorgt er für eine skurrile Bereicherung des Kalenders.
Erfunden wurde der Feiertag von Bastian Melnyk, einem deutschen Illustrator und Karikaturisten. Bekannt für seinen verspielt-humorvollen Ansatz, erdachte er auch andere schrullige Anlässe wie den "Zu-spät-kommen-Tag" am 30. Juli oder den "Absichtlich-Geld-verlieren-Tag" am 27. Oktober. Der "Hast du gepupst?"-Tag findet stets am 5. Februar statt – ganz gleich, auf welchen Wochentag er fällt.
Die Idee dahinter ist simpel: Furzen soll als normaler Teil des Lebens enttabuisiert und sogar gefeiert werden. Während viele das Thema peinlich finden, behandelt der Feiertag es mit Humor und Gelassenheit.
Sogar Kunst und Folklore wurden von der Thematik inspiriert: Die Tatuyo, ein indigenes Volk im kolumbianischen Vaupés-Gebiet, erzählen sich einen Mythos, in dem ein Furz zur Erschaffung von Ton führt. Und in der Unterhaltungsbranche haben Künstler wie Mr. Methane – ein britischer "Flatulist" – aus dem Furzen eine professionelle Bühnenshow gemacht.
Der "Hast du gepupst?"-Tag bleibt eine kleine, aber amüsante Tradition in Deutschland. Er erinnert daran, dass selbst die unangenehmsten Themen mit Lachen genommen werden können. Jahr für Jahr wird er am 5. Februar begangen – Seite an Seite mit dem weit bekannteren Welt-Nutella-Tag.






