Andreas Möllers riskanter Wechsel von Dortmund zu Schalke und seine Folgen
Rebekka UllrichAndreas Möllers riskanter Wechsel von Dortmund zu Schalke und seine Folgen
Andreas Möllers Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Schalke 04 im Jahr 2000 zählt bis heute zu den meistdiskutierten Transfers der deutschen Fußballgeschichte. Der Weltmeister und Europameister enthüllte später in seiner Biografie „15 Sekunden in Wembley“ die Details seines Wechsels – inklusive eines Streichs, der das Geschäft fast zum Scheitern gebracht hätte.
Verhandelt wurde der Transfer von Rudi Assauer, damals Manager der Schalker. Möller setzte Assauer jedoch mit einem Scherz unter Druck, indem er vorgab, vom Deal zurücktreten zu wollen. Trotz der harmlosen Täuschung kam der Wechsel schließlich zustande, und er schloss sich den Königsblauen an.
Seine Ankunft löste unter den Schalke-Fans Empörung aus. Viele Anhänger sahen seinen Wechsel vom Erzrivalen Dortmund als Verrat an, war die Rivalität zwischen den beiden Vereinen doch legendär. Nur wenige Spieler hatten zuvor diesen Schritt gewagt.
In drei Spielzeiten bestritt Möller 112 Pflichtspiele für Schalke und trug maßgeblich dazu bei, dass das Team zweimal den DFB-Pokal gewann. In seinem Buch betonte er, dass es ihm nie darum gegangen sei, Dortmund den Rücken zu kehren, sondern eine neue Herausforderung zu suchen.
Bis zu seinem Karriereende hatte sich Möller trotz der anfänglichen Ablehnung seitens der Fans einen festen Platz in der Geschichte Schalkes erarbeitet. Sein Transfer erwies sich als Erfolg – sowohl sportlich als auch in puncto Beständigkeit. Die beiden DFB-Pokal-Triumphe und seine konsequenten Leistungen brachten die anfänglichen Kritiker zum Schweigen. Der Wechsel zeigte zudem, wie selten – und riskant – es ist, die Grenze des Revierderbys zu überschreiten.






