Ausschreitungen beim Gladbacher Derby: Pyrotechnik, Gewalt und Festnahmen
Hans-Helmut RuppersbergerAusschreitungen beim Gladbacher Derby: Pyrotechnik, Gewalt und Festnahmen
Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln von Ausschreitungen überschattet
Das Bundesliga-Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Samstagabend wurde von wiederholten Störungen begleitet, die zu Polizeieinsätzen und strafrechtlichen Ermittlungen führten. Die Behörden meldeten zahlreiche Vorfälle sowohl innerhalb als auch außerhalb des Stadions, darunter Gewalt, Vandalismus und den illegalen Einsatz von Pyrotechnik.
Noch vor Anpfiff beschädigten Fans einen privat organisierten Fanbus sowie einen Pendelbus für die auswärtigen Anhänger. In der Nähe des Mönchengladbacher Fanhauses und auf der Humboldstraße wurden Feuerwerkskörper und Rauchbomben gezündet, was zu erheblichen Behinderungen führte.
Im Stadion selbst kam es in beiden Fanblöcken wiederholt zur Zündung von Pyrotechnik. Der dichte Rauch zwang die Schiedsrichter sogar zu einer kurzen Spielunterbrechung. Unterdessen wurden Kameras in einem Regionalexpress (RE8) von Kölner Fans mit Aufklebern verdeckt und unbrauchbar gemacht.
Die Polizei reagierte mit einem massiven Aufgebot, setzte Platzverweise durch und verhängte Alkoholverbote sowie ein Verbot für Glasflaschen und Dosen. Trotz dieser Maßnahmen stießen die Beamten auf Widerstand. Ein Tatverdächtiger schlug gegen einen Polizehelm und wurde festgenommen, zwei weitere Personen wurden wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte identifiziert. Insgesamt wurden 15 Strafanzeigen erstattet, darunter wegen Körperverletzung, Sexualdelikten, Diebstahls, Sachbeschädigung und Verstößen gegen die öffentliche Ordnung. Zudem wurden vier Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit dem Sprengstoffgesetz registriert.
Der Spieltag endete mit mehreren Festnahmen und laufenden Ermittlungsverfahren. Die Polizei bestätigte Anklagen gegen mehrere Personen, unter anderem wegen Körperverletzung, Vandalismus und des unerlaubten Umgangs mit Pyrotechnik. Die Ermittlungen zu den Vorfällen werden fortgesetzt.






