Autobahn-Ausbau A59 in Duisburg: Tunnel oder Trasse – der Streit eskaliert
Franz Josef SchlosserAutobahn-Ausbau A59 in Duisburg: Tunnel oder Trasse – der Streit eskaliert
Streit um das Autobahnprojekt A59 im Duisburger Stadtteil Meiderich eskaliert
Die Auseinandersetzungen um den Ausbau der A59 im Duisburger Stadtteil Meiderich haben sich zugespitzt. Während die Stadt auf eine Tunnelvariante drängt, lehnt die Autobahn GmbH diese mit Verweis auf zu hohe Kosten und Sicherheitsrisiken für Schwerlast- und Gefahrguttransporte ab. Auch Anwohner lehnen die aktuellen Pläne vehement ab.
Erst kürzlich begann der Bau der A59-Brücke mit einem symbolischen Spatenstich. Das Vorhaben umfasst eine 6,7 Kilometer lange Erweiterung, die bei Anwohnern wegen befürchteter Lärmbelastung und geringerer Sonneneinstrahlung auf Widerstand stößt.
Die Autobahn GmbH wies den Tunnelvorschlag der Stadt zurück und verwies auf Mehrkosten von 2,3 Milliarden Euro sowie eine deutlich längere Bauzeit. Zudem gebe eine Machbarkeitsstudie an, dass der Transport von Gefahrgütern und Schwerlastverkehr durch einen Tunnel nicht sicher gewährleistet werden könne.
Dagegen wies Duisburgs Verkehrsdezernent Link die Bedenken zurück und warnte, dass hohe Lärmschutzwälle entlang der geplanten Trasse einigen Anwohnern nur noch wenige Stunden Sonnenlicht pro Tag ließen. Trotz der Einwände wollen die Bundesbehörden am aktuellen Entwurf festhalten – was rechtliche Schritte der Stadt zur Folge haben könnte.
Das Autobahnprojekt bleibt umstritten: Stadt und Anwohner lehnen die aktuellen Pläne ab. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnten Klagen den Baubeginn weiter verzögern. Die Entscheidung wird zeigen, ob der Ausbau der A59 wie geplant umgesetzt wird oder ob doch die Tunnelvariante realisiert wird.






