Bergisch Gladbach baut gegen Wohnungsnot – diese Projekte kommen jetzt
Franz Josef SchlosserBergisch Gladbach baut gegen Wohnungsnot – diese Projekte kommen jetzt
Bergisch Gladbach geht mit neuen Bauvorhaben gegen Wohnungsmangel vor
Die Stadt Bergisch Gladbach will ihre Wohnungsnot mit einer Reihe neuer Bauprojekte angehen. Der Stadtplanungsausschuss wird in Kürze mehrere Vorhaben prüfen, die Baulücken schließen und brachliegende Grundstücke nutzen sollen. Die Pläne entstehen im Zuge beschleunigter Bauvorschriften, mit denen die Stadt stockende Projekte vorantreiben will.
Mehrere große Projekte stehen auf der Tagesordnung zur Genehmigung. So ist am Standort des ehemaligen Cox-Industriegebäudes hinter den historischen Kalköfen ein neues Wohngebäude mit 19 Wohnungen und sieben Einzelgaragen geplant. Gleichzeitig beabsichtigt die BIG Bensberg GmbH, das Schloss Center zu erweitern, indem sie alle Stockwerke oberhalb des dritten Geschosses abreißt und drei neue Etagen mit 59 altersgerechten Wohnungen hinzufügt. Das Projekt soll sich harmonisch in die bestehende Bebauung „Im Bungert“ einfügen.
Ein weiterer Vorschlag sieht ein zweigeschossiges Gebäude am Beginn der Rommerscheider Straße vor, ergänzt durch zwei dreigeschossige Wohnblöcke im hinteren Bereich. Obwohl diese Bebauung die ursprünglichen Höhenbegrenzungen des Bebauungsplans überschreitet, orientiert sie sich an der Höhe der umliegenden Gebäude. Zudem läuft eine informelle Anfrage für ein Gebäude mit acht Wohneinheiten, das eine Baulücke an der Kreuzung Im Pippelstein und Lachsweg im Stadtteil Lustheide schließen soll.
Die Stadt hat außerdem das Erweiterungsprojekt „Kalköfen Carrée“ im Rahmen der Initiative „Bauturbo“ unterstützt. Damit soll ein lange brachliegendes Innenstadtgrundstück aktiviert und der Wohnungsmangel gelindert werden. Die neuen beschleunigten Bauvorschriften ermöglichen es, dass zuvor stockende Projekte nun vorankommen.
Auf der nächsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses wird über diese Vorhaben entschieden. Bei einer Genehmigung entstehen Hunderte neuer Wohnungen. Die Projekte sollen den Druck auf dem Wohnungsmarkt verringern und dabei die örtlichen architektonischen Vorgaben einhalten.
