Bergisch Gladbach hisst Flagge gegen Rassismus – ein starkes Zeichen der Stadt
Hans-Helmut RuppersbergerBergisch Gladbach hisst Flagge gegen Rassismus – ein starkes Zeichen der Stadt
"Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus!": Neue Flagge am Rathaus gehisst
Am Rathaus von Bergisch Gladbach weht nun eine Flagge mit dem Aufruf Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus!. Entworfen wurde sie vom Bergisch Gladbacher Bündnis für Demokratie und Vielfalt, einer Initiative, die als Reaktion auf aktuelle rechtsextreme Vorfälle gegründet wurde. Mit der Aktion setzt die Stadt ein deutliches öffentliches Zeichen gegen Diskriminierung.
Die Idee und das Design der Flagge stammen von Julia Bannenberg, einem Mitglied des Bündnisses. Nach der Fertigstellung überreichte die Gruppe das Motiv offiziell an die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Brigitta Opiela und Anna Maria Scheerer sowie an den stellvertretenden Bürgermeister Josef Willnecker. Die Stadt hisste die Flagge umgehend als Symbol ihres Engagements gegen Rassismus.
Wer die Kampagne unterstützen möchte, kann eine eigene Version der Flagge erwerben. Das Bündnis stellt sie gegen eine Spende zur Verfügung – weitere Informationen gibt es auf der Website www.gl-devi.de oder über die sozialen Medien der Initiative.
Das Bergisch Gladbacher Bündnis für Demokratie und Vielfalt wurde im Mai 2024 ins Leben gerufen. Den Anstoß gab die Aufdeckung des sogenannten Potsdamer Treffens, bei dem rechtsextreme Akteure laut Berichten Pläne für Massenabschiebungen besprochen haben sollen. Seither betont die stellvertretende Bürgermeisterin Opiela, dass die Ablehnung von Rassismus eine lebenslange Verpflichtung für jeden Bürger sein müsse.
Während Bergisch Gladbach mit der Flagge ein sichtbares Zeichen setzt, gibt es keine offiziellen Aufzeichnungen darüber, wie viele weitere Städte in Nordrhein-Westfalen seit den Enthüllungen der Correctiv-Recherche zur Potsdamer Konferenz ähnliche öffentliche Symbole eingeführt haben.
Die Flagge markiert das Rathaus nun als Ort des Widerstands gegen Rassismus. Das Bündnis wirbt weiterhin für lokale Beteiligung und bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, eigene Flaggen zu zeigen. Aktuelle Informationen zur Arbeit der Initiative finden sich online oder über die sozialen Medien.






