Bergisch Gladbach plant Neugestaltung des alten Industriegeländes an der Sander Straße
Rebekka UllrichBergisch Gladbach plant Neugestaltung des alten Industriegeländes an der Sander Straße
Bergisch Gladbach hat einen wichtigen Schritt bei der Neugestaltung eines ehemaligen Industriegeländes an der Sander Straße 37–47 unternommen. Die Stadt hat das Areal kürzlich erworben, auf dem einst ein Holzverarbeitungsbetrieb ansässig war. Nun gehen die Planungen für die künftige Nutzung voran – unter Einbindung der Öffentlichkeit in den kommenden Monaten.
Das Gelände wurde von den 1950er-Jahren bis in die frühen 2000er als Standort der Holzindustrie Sander genutzt. Die Produktion endete um 2005, nachdem Boden- und Grundwasserverschmutzungen durch Holzschutzmittel wie Kreosot festgestellt worden waren. Zwischen 2010 und 2015 führte das Land Nordrhein-Westfalen umfangreiche Sanierungsarbeiten durch, um das Gebiet für eine mögliche Wohnbebauung vorzubereiten.
Die Abrissarbeiten haben bereits begonnen, basierend auf einem detaillierten geotechnischen Gutachten und einem genehmigten Abrisskonzept. Der Verkäufer bleibt für die Räumung des Geländes und die Beschaffung aller erforderlichen Genehmigungen verantwortlich. Spezialisierte Firmen überwachen den Fortschritt, passen die Maßnahmen bei neuen Erkenntnissen an und werden nach Abschluss der Arbeiten eine abschließende Bewertung vorlegen.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Hangstabilität sowie dem Schutz benachbarter Grundstücke und Straßen. Der Eigentumsübergang an die Stadt erfolgt erst nach vollständiger Kaufpreiszahlung und der Bestätigung, dass das Gelände frei von Altlasten ist. Unter den geplanten Nutzungsmöglichkeiten wird auch der Bau einer Grundschule in Betracht gezogen.
Die Stadt hat sich verpflichtet, die Bürger:innen kontinuierlich über die Planungsfortschritte zu informieren. Möglichkeiten zur öffentlichen Beteiligung werden im Verlauf des Projekts bekannt gegeben.
Die Umwandlung des Geländes an der Sander Straße 37–47 markiert den Wandel von einer industriellen Vergangenheit hin zu einer potenziellen gemeindlichen Nutzung. Sobald Abriss und Sicherheitsprüfungen abgeschlossen sind, übernimmt die Stadt die volle Kontrolle über das Areal. Weitere Entscheidungen zur Zukunft des Standorts hängen von der Bürgerbeteiligung und Machbarkeitsstudien ab.






