23 March 2026, 04:13

Bergisch Gladbach setzt auf Wasserstoff und synthetische Gase für die Energiewende bis 2045

Tortendiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Heißwasserheizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Bergisch Gladbach setzt auf Wasserstoff und synthetische Gase für die Energiewende bis 2045

Rund 80 Teilnehmer kamen zu einer Veranstaltung der CDU-Nachhaltigkeitsarbeitsgruppe Bergisch Gladbach zusammen, um über die Zukunft der Energieversorgung zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen die kommunale Wärmeplanung, Lösungen für Haushaltsenergie sowie die Herausforderungen beim Übergang zu klimaneutralen Systemen.

Dr. David Bothe, Direktor bei Frontier Economics und Autor einer aktuellen DIHK-Studie, präsentierte zentrale Erkenntnisse zu einer nachhaltigen Energiepolitik. In seinem Vortrag betonte er die Dringlichkeit von Maßnahmen in einem Sektor, der mit hohen Kosten, technischen Hürden und öffentlichem Widerstand konfrontiert ist.

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Bothe skizzierte Grundprinzipien für eine zukunftsfähige Energiepolitik und plädierte für Technologieoffenheit, Kostensenkungen, Innovationen und eine stärkere internationale Zusammenarbeit. Klimaschutz und Energiewende bezeichnete er als generationenübergreifende Aufgabe, die gemeinsames Handeln, offenen Dialog und messbare Fortschritte erfordere.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war das Vorhaben Bergisch Gladbachs, das bestehende Gasnetz für synthetisches Gas umzurüsten. Im Rahmen des Ziels, bis 2045 klimaneutral zu werden, hat die Stadt bereits konkrete Schritte eingeleitet. Ab März 2026 sollen Wasserstoff und synthetische Gase schrittweise in das bestehende Netz eingespeist werden.

Ein Pilotprojekt mit RheinEnergie im Jahr 2023 testete erfolgreich die Beimischung von bis zu 20 Prozent Wasserstoff ins lokale Gasnetz. Weitere Versuche laufen derzeit, mit dem Ziel, bis 2030 im Rahmen des städtischen Energiemasterplans vollständig auf erneuerbare Gase umzustellen. Die Studie warnt jedoch vor hohen Kosten, technischen Engpässen und der Frage der öffentlichen Akzeptanz als zentrale Hindernisse.

Bergisch Gladbach treibt die Energiewende voran, doch die Herausforderungen bleiben bestehen. Mit Pilotprojekten und langfristigen Plänen will die Stadt Emissionen reduzieren, ohne Kosten und Machbarkeit aus den Augen zu verlieren. Der Erfolg hängt dabei von kontinuierlicher Innovation, gesellschaftlicher Unterstützung und der Zusammenarbeit über alle Sektoren hinweg ab.

Quelle