Betrunkener Fluggast mit gefälschtem Führerschein am Flughafen Köln festgenommen
Franz Josef SchlosserBetrunkener Fluggast mit gefälschtem Führerschein am Flughafen Köln festgenommen
Am Montagabend wurde ein 33-jähriger Deutscher am Flughafen Köln/Bonn festgenommen. Der Mann war betrunken und geriet mit Flugpersonal in Streit, nachdem er zu viel Handgepäck dabeihatte. Später stellte sich heraus, dass er einen gefälschten Führerschein mit sich führte.
Der Mann wollte einen Flug nach Mallorca antreten, als Mitarbeiter der Airline ihn auf sein übergroßes Handgepäck ansprachen. Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung, die die Aufmerksamkeit von Bundespolizisten auf sich zog. Diese nahmen bei dem Mann starken Alkoholgeruch wahr und führten einen Test durch, der einen Blutalkoholwert von 0,94 Promille ergab.
Bei einer weiteren Überprüfung stellte sich heraus, dass sein Führerschein eine vollständige Fälschung war. Zudem ergaben Abfragen, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Bonn wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts und der Privatsphäre vorlag – mit einer möglichen Strafe von 62 Tagen Gefängnis oder einer Geldstrafe von über 5.000 Euro.
Da der Mann die fällige Geldstrafe nicht begleichen konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt Siegburg gebracht, um seine Strafe anzutreten. Ihm drohen nun neben den bestehenden Vorwürfen aus Bonn zusätzlich neue Anklagepunkte wegen Urkundenfälschung. Seine Zahlungsunfähigkeit führte zur sofortigen Inhaftierung. Der Vorfall zeigt, wie sich Reisekonflikte mit rechtlichen Verstößen zuspitzen können.
