Bombendrohung im ICE: Politiker fordern strengere Sicherheitskontrollen in Zügen
Hans-Helmut RuppersbergerBombendrohung im ICE: Politiker fordern strengere Sicherheitskontrollen in Zügen
Eine Bombendrohung in einem ICE-Zug in Nordrhein-Westfalen hat die Forderungen nach verschärften Sicherheitsmaßnahmen auf deutschen Schienenverkehrsstrecken neu entfacht. Am Donnerstag zündete ein Mann Sprengkörper und drohte mit einem Anschlag, wobei mindestens zwölf Menschen leichte Verletzungen erlitten. Der Vorfall hat die Debatte über strengere Kontrollen in Hochgeschwindigkeitszügen befeuert.
Der Angriff ereignete sich an Bord eines ICE-Zugs, wo ein Fahrgast Sprengsätze zur Explosion brachte und Drohungen ausstieß. Die Rettungskräfte rückten umgehend an, doch in der entstandenen Panik wurden zwölf Personen leicht verletzt.
Stephan Stracke, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, fordert nun rasches Handeln. Er bezeichnete die aktuelle Lage als untragbar und warnte, dass Bahnreisen für Fahrgäste und Personal zunehmend riskanter würden.
Stracke schlug zwei zentrale Maßnahmen vor: Sicherheitskontrollen vor dem Einsteigen sowie den Zugang zu Bahnsteigen ausschließlich für Fahrkarteninhaber. Sein Plan sieht vor, zunächst an großen Bahnhöfen mit höherer Kriminalitätsrate zu beginnen, bevor die Regelungen bundesweit ausgeweitet werden.
Bereits zu Beginn dieses Jahres hatte die Deutsche Bahn einen Notfallplan zur Erhöhung der Sicherheit vorgestellt. Dazu gehörten mehr Sicherheitsstreifen und ein Ausbau der Videoüberwachung an Bahnhöfen.
Der jüngste Vorfall hat den Druck auf die Behörden erhöht, zu handeln. Strackes Vorschläge zielen darauf ab, ähnliche Bedrohungen durch strengere Zugangsregelungen und verbesserte Kontrollen zu verhindern. Die bereits bestehenden Sicherheitsmaßnahmen der Deutschen Bahn könnten nun im Zuge des Anschlags einer erneuten Prüfung unterzogen werden.






