Braunkohletagebau Garzweiler nimmt nach Skandal wieder den Betrieb auf
Laurenz MühleWiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Braunkohletagebau Garzweiler nimmt nach Skandal wieder den Betrieb auf
Im Braunkohletagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach einer monatelangen Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Die Stilllegung war erfolgt, nachdem der Verdacht auf illegale Ablagerung von belastetem Boden auf dem Gelände aufgekommen war. Die Behörden haben nun die Wiederaufnahme der Verfüllungsarbeiten freigegeben.
Die Bezirksregierung Arnsberg genehmigte die Wiedereröffnung des Tagebaus nach einer eingehenden Prüfung. Fachgutachten kamen zu dem Schluss, dass etwaige Bodenverunreinigungen nur geringfügig seien. Zudem fanden sich keine klaren Beweise dafür, dass von außen Material abgeladen worden war.
Aufgrund der immensen Größe des Tagebaus wäre es ohne genaue Angaben zu Ablagerungsorten schwierig, belastete Böden durch Zufallsstichproben zu lokalisieren. Dennoch wird ein Grundwassermonitoringsystem eingeführt, um eine kontinuierliche Überwachung und frühzeitige Erkennung möglicher Probleme zu gewährleisten.
Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Umweltkriminalität bei der Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt weiterhin in dem Fall. Solange die Ermittlungen keine neuen Erkenntnisse bringen, sind keine weiteren Maßnahmen geplant.
Mit der nun erlaubten Verfüllung kann der Tagebau seinen regulären Betrieb wiederaufnehmen. Das Grundwassermonitoringsystem dient als Vorsorgemaßnahme gegen künftige Risiken. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen laufen zwar weiter, derzeit sind jedoch keine zusätzlichen Schritte erforderlich.






