Chaotischer Apothekenraub in Euskirchen endet mit Bewährungsstrafe
Franz Josef SchlosserChaotischer Apothekenraub in Euskirchen endet mit Bewährungsstrafe
Ein Mann ist wegen eines gewaltsamen Überfalls auf eine Apotheke in Euskirchen verurteilt worden. Die Tat ereignete sich Mitte Juni, als er mit verdecktem Gesicht den Laden betrat und den Inhaber mit einem Hammer bedrohte. Das Gericht stellte später fest, dass der Raub weder geplant noch professionell ausgeführt worden war.
Während des Überfalls entwendete der Täter etwa 200 Euro aus der Kasse. Zudem zerschlug er mit dem Hammer eine Glasvitrine, bevor er flüchtete. In seiner Eile ließ er eine Einkaufstasche mit einem Messer zurück.
Die Behörden nahmen den Verdächtigen kurz darauf fest und klagten ihn wegen schweren Raubes an. Der Mann gestand die Tat und zahlte dem Opfer 1.000 Euro als Schadensersatz. Der Apotheker nahm seine persönliche Entschuldigung im Gerichtssaal an.
Das Landgericht Bonn verurteilte ihn wegen besonders schweren Raubes. Die Richter betonten, dass die Tat weder sorgfältig vorbereitet noch mit Geschick durchgeführt worden sei. Das Gericht verhängte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten.
Der Angeklagte erhielt eine zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe. Er hatte bereits finanziellen Ausgleich geleistet und dem Opfer direkt Reue gezeigt. Mit dem Urteil ist das Verfahren nun abgeschlossen.
