02 April 2026, 00:35

CNH revolutioniert Agrarmaschinen-Vertrieb: Händlernetz wird radikal umgestaltet

Ein Vintage-Plakat von Wiseman-Downs Co., Inc. mit verschiedenen Landmaschinen und Gartenzubehör.

CNH revolutioniert Agrarmaschinen-Vertrieb: Händlernetz wird radikal umgestaltet

Tiefgreifende Umbrüche im deutschen Agrarmaschinenmarkt: CNH strukturiert Händlernetz neu um

In Deutschlands Agrarmaschinenbranche zeichnen sich weitreichende Veränderungen ab, da der Konzern CNH sein Händlernetz grundlegend umgestaltet. Mehrere langjährige Vertriebspartner sind von Vertragsbeendigungen betroffen, während andere unter dem neu positionierten Lankhorst-Netzwerk neue Vereinbarungen treffen konnten. Die Neuordnung folgt einer Zentralisierung der Vertriebsrechte durch CNH und lässt einige Händler in Unsicherheit zurück.

Noch bis 2022 wurden die Marken von CNH – New Holland, Case IH und Steyr – über ein zersplittertes Netz unabhängiger Händler in ganz Deutschland vertrieben. Regionale Gruppen wie KTA im Norden, Schäfer Traktoren im Süden oder die BayWa in Bayern übernahmen den Vertrieb, während spezialisierte Händler den Verkauf von Steyr in grenznahen Regionen zu Österreich organisierten. Dieses dezentrale System änderte sich schlagartig, als Lankhorst, eine Tochter der Westfleisch-Gruppe, die Vertriebsrechte bündelte und zentralisierte.

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Seit Anfang 2024 hat Lankhorst die Geschäfte unter einem einheitlichen Netzwerk gebündelt und wichtige Partner wie KTA und Schäfer integriert. Die Umfirmierung von Lankhorst und Lankhorst Nord in CNH macht beide zu exklusiven A-Händlern für die CNH-Marken in Nordwestdeutschland. Ziel der Maßnahme ist eine effizientere Steuerung von Vertrieb und Service – doch für ehemalige Partner bleibt die Zukunft ungewiss.

So verlor etwa ABC Bruns, ein langjähriger New-Holland-Händler, seine exklusiven Vertriebsrechte, auch wenn der bestehende Vertrag noch für weitere 12 Monate gilt. CNH betont, dass die kürzlich eingereichte Insolvenzanmeldung des Unternehmens nicht mit der Vertragsbeendigung zusammenhängt. Gleichzeitig sicherte sich Engbers Söhne eine langfristige Kooperation mit Lankhorst und kann damit weiterhin Case IH und Steyr vertreiben und betreuen.

Andere betroffene Händler wie Mager & Wedemeyer, Kotte Landtechnik und Agrartechnik Altenberge stehen hingegen vor einer ungewissen Zukunft. Verhandlungen mit CNH laufen noch, eine klare Lösung ist bisher nicht in Sicht. Trotz der Umbrüche versichern alle betroffenen Unternehmen, dass sie ihre Kunden während der Übergangsphase weiterhin mit Vertrieb, Service und Ersatzteilen versorgen werden.

Zudem bleibt Lankhorst vorerst auch für die Betreuung von Deutz-Fahr-Maschinen in seinem Gebiet zuständig. Ungeklärt ist jedoch, wie der Vertrieb der Marke Deutz-Fahr in der Region langfristig ausgestaltet wird.

Die Neuordnung des CNH-Händlernetzes markiert einen einschneidenden Wandel im Vertrieb und Service von Agrartechnik in Deutschland. Während einige Partner bereits neue Verträge unterzeichnet haben, verhandeln andere noch über ihre künftige Rolle. Die langfristigen Auswirkungen auf Handel, Kundenservice und regionale Abdeckung hängen maßgeblich von den Ergebnissen dieser Gespräche ab.

AKTUALISIERUNG

CNH unveils 2026 agricultural equipment upgrades and dealer strategy

CNH has announced a refreshed 2026 agricultural equipment lineup with enhanced performance, operator comfort, and safety features. The update includes a regionally tailored dealer network strategy to improve customer service. Key developments:

  • 6,000 global facilities will support the new integrated network.
  • Brands like New Holland and Case IH will maintain distinct identities while operating under centralised systems.
  • The strategy aims to boost precision farming and streamline regional service delivery.