Daniela Schmitt kandidiert überraschend für FDP-Bundesvorsitz
Franz Josef SchlosserDaniela Schmitt kandidiert überraschend für FDP-Bundesvorsitz
Die FDP-Politikerin Daniela Schmitt hat ihre Kandidatur für die Bundesvorsitzendenwahl ihrer Partei bekannt gegeben. Die Nachricht verbreitete sich am Montagnachmittag, nachdem mehrere Medien ihre Bewerbung bestätigt hatten. Schmitt äußerte sich auch zu den enttäuschenden Ergebnissen der FDP bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 23. März 2026 und bezeichnete das Abschneiden als ernüchternd.
Aktuell leitet Schmitt den Ausschuss für Sicherheit und Verteidigung im Europäischen Parlament. Zwar räumte sie ein, dass ihr Arbeitspensum hoch sei, betonte jedoch ihren Willen, die Zukunft der FDP mitzugestalten. In einer Erklärung bedankte sie sich bei der Partei für die Unterstützung und machte deutlich, dass sie bereit sei, eine Co-Vorsitzendenposition zu übernehmen – sofern die Mitglieder zustimmen.
Gleichzeitig bezog sie klar Stellung gegen Kandidaten, die die Wahl für interne Machtkämpfe nutzen wollten. Solche Personen, so Schmitt, stellten persönliche Interessen über den langfristigen Erfolg der Partei. Sie warf ihnen vor, aus Eitelkeit und nicht aus dem ehrlichen Wunsch heraus zu handeln, die FDP zu stärken.
Ihre Kandidatur fällt in eine entscheidende Phase für die FDP, die zuletzt mit Wahlniederlagen zu kämpfen hatte. Sollte sie gewählt werden, könnte Schmitt ihre Erfahrungen aus dem Europäischen Parlament in die Parteiführung einbringen. Das Wahlergebnis wird in den kommenden Monaten zeigen, ob sie eine der beiden Spitzpositionen übernimmt.






