Deutsche Telekom treibt Fusion mit T-Mobile voran – wegen SpaceX-Druck
Franz Josef SchlosserDeutsche Telekom treibt Fusion mit T-Mobile voran – wegen SpaceX-Druck
Deutsche Telekom beschleunigt Pläne zur Fusion mit US-Tochter T-Mobile
Erste Berichte über die mögliche Transaktion tauchten Ende April in Bloomberg News und dem Handelsblatt auf. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Wettbewerbsbedenken im Mobilfunksektor.
Vorstandschef Timotheus Höttges hat ein Team damit beauftragt, die Fusionsstrategie auszuarbeiten. Ziel ist es, Deutsche Telekom und T-Mobile unter einer gemeinsamen Holding zu vereinen. Seit den ersten Meldungen passt Höttges den Ansatz an, um die Details zu finalisieren.
In jüngster Zeit haben die Fusionspläne an Fahrt aufgenommen. Ein hochrangiger Manager aus Bonn äußerte dabei Bedenken über SpaceX, das von Elon Musk geführte Unternehmen. Dessen Marktbewertung von rund 2 Billionen US-Dollar übertrifft sowohl die Deutsche Telekom (etwa 130 Milliarden Euro) als auch T-Mobile (rund 200 Milliarden US-Dollar) bei Weitem.
Als Treiber für die Eile gilt der geplante Börsengang von SpaceX. Ein möglicher Einstieg des Unternehmens in den Mobilfunkmarkt könnte den Wettbewerb weiter verschärfen. Ein Sprecher der Deutschen Telekom wollte sich zu den laufenden Planungen nicht äußern.
Mit der geplanten Fusion sollen Deutsche Telekom und T-Mobile zu einer einzigen Einheit verschmolzen werden. Die Beschleunigung des Vorhabens spiegelt die Notwendigkeit wider, auf neue Marktbedrohungen zu reagieren. Die Dimensionen und Ambitionen von SpaceX spielen dabei eine zentrale Rolle für die strategischen Entscheidungen des Konzerns.
