Die Münchner Rutschbahn: 89 Jahre Tradition und Adrenalin auf dem Oktoberfest
Laurenz MühleDie Münchner Rutschbahn: 89 Jahre Tradition und Adrenalin auf dem Oktoberfest
Seit 89 Jahren ist die Rutschbahn ein fester Bestandteil und Publikumsmagnet auf dem Münchner Oktoberfest. Die hölzerne Schlittenbahn bringt Besucher zum Lachen – ganz ohne größere Gefahren, wenn auch kleine Blessuren nicht ausgeschlossen sind. Hinter der Attraktion steht Claus Konrad, der das Familienunternehmen seit 2012 in sechster Generation führt.
Die Geschichte der Rutschbahn reicht Jahrzehnte zurück, doch ihr Name ist noch älter. Er leitet sich von odabaggan ab, einem Begriff nordamerikanischer indigener Völker für einen flachen Holzschlitten. Anders als ähnliche Bahnen – etwa die im Wiener Prater – funktioniert die Münchner Variante nach eigenen Regeln.
Die Fahrt selbst verläuft in gemächlichem Tempo: Ein Förderband befördert die Schlitten mit etwa 11 km/h. Zwar kann es zu kleinen Stößen oder Prellungen kommen, doch die Regeln sind klar: Wer unter Alkoholeinfluss steht, darf nicht mitfahren. Sicherheit hat auch hier oberste Priorität – trotz aller Ausgelassenheit.
Abseits des Trubels lebt Konrad mit seiner Familie während des Oktoberfests in einem Wohnwagen. Ihre Hingabe hält die Tradition Jahr für Jahr am Leben. Neben München und Wien gibt es mindestens eine weitere Rodelanlage: die Hunderfossen-Rodelbahn bei Lillehammer in Norwegen. Ursprünglich für die Olympischen Winterspiele 1994 erbaut, zieht sie noch heute Besucher an, die das Adrenalin eines Schlittenabenteuers suchen.
Die Rutschbahn bleibt eine der beliebtesten und beständigsten Attraktionen des Oktoberfests. Ihre Mischung aus einfachem Vergnügen und langjähriger Tradition lockt jedes Jahr aufs Neue Besucher an. Mit strengen Sicherheitsvorkehrungen gelingt es, Spannung und Verantwortung für die Fahrgäste in Einklang zu bringen.






