29 June 2026, 04:13

Dortmund unter Druck: Warum der BVB jahrelang Missbrauchsvorwürfe ignorierte

BVB: Bericht über mutmaßliche Missbrauchsfälle bis Ende des Jahres erwartet

Dortmund unter Druck: Warum der BVB jahrelang Missbrauchsvorwürfe ignorierte

Borussia Dortmund steht unter Untersuchung wegen mutmaßlichen Missbrauchs durch einen ehemaligen Mitarbeiter. Der Verein erfuhr erstmals 2010 von den Vorwürfen, unternahm jedoch erst 2023 Schritte. Die angeblichen Straftaten sollen zwischen den frühen 1990er- und frühen 2000er-Jahren begangen worden sein.

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Der Klub wurde 2010 auf einen mutmaßlichen Versuch des Ex-Mitarbeiters aufmerksam, sich in den 1990er-Jahren einem Spieler zu nähern. Ein weiterer Spieler äußerte 2018 Bedenken, doch erst 2023 reagierte Borussia Dortmund: Der Beschuldigte verlor seine Anstellung, und seine Ehrenmitgliedschaft wurde ausgesetzt.

Im November 2025 beauftragte der Verein eine unabhängige Überprüfung des Falls. Eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und eine auf Strafrecht spezialisierte Kanzlei leiten die Ermittlungen. Zudem durchsuchten die Ermittler die Wohnung des Verdächtigen und beschlagnahmten elektronische Geräte sowie Datenträger. Die Staatsanwaltschaft Hagen führt das strafrechtliche Verfahren und hat bisher 23 potenzielle Opfer identifiziert.

Borussia Dortmund rechnet bis Jahresende mit dem Abschlussbericht zum Missbrauchsfall. Zu den laufenden juristischen Verfahren äußert sich der Verein nicht weiter. Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden die gesicherten Beweismittel auswerten.

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