Duisburgs Oberbürgermeister Link lehnt SPD-Spitzenkandidatur für NRW-Wahl 2027 ab
Rebekka UllrichDuisburgs Oberbürgermeister Link lehnt SPD-Spitzenkandidatur für NRW-Wahl 2027 ab
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link hat die Chance abgelehnt, die SPD bei der Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen als Spitzenkandidat anzuführen. Seine Entscheidung fällt trotz massiver Unterstützung durch Parteispitzen, darunter Bundesarbeitsministerin Barbara Bas. Erst vor wenigen Monaten war Link mit großer Mehrheit als Oberbürgermeister wiedergewählt worden.
Berichten zufolge hatte Bas bereits im Januar auf eine offizielle Nominierung Links gedrängt. Die NRW-SPD wollte zeitgleich auch ihre Wahlkampfstrategie finalisieren. Doch Link machte deutlich, dass er nicht als Spitzenkandidat antreten werde.
Als Grund für seinen Verzicht nannte er seine Verpflichtung gegenüber Duisburg. Der 58-Jährige ist seit 2012 Oberbürgermeister und wurde kürzlich mit überwältigender Zustimmung im Amt bestätigt. Seine Absage zwingt die Partei nun, nach einer neuen Führungsfigur zu suchen.
In der Region gibt es weiterhin mehrere qualifizierte Kandidaten, die die Rolle übernehmen könnten. Die Wahl 2027 folgt auf eine Landtagswahl im März 2026, wobei die jüngsten Umfrageergebnisse für SPD und CDU noch unklar bleiben.
Links Rückzug bedeutet, dass die SPD nun einen anderen Kandidaten für die Spitzenkandidatur 2027 finden muss. Die Partei wird ihre Strategie weiter ausarbeiten, wobei in den kommenden Monaten interne Diskussionen erwartet werden. Vorerst konzentriert sich Link weiterhin auf seine Aufgaben in Duisburg.






