Elektrischer Bohrwagen verlegt Glasfaserkabel in Essen – fast lautlos und emissionsfrei
Franz Josef SchlosserElektrischer Bohrwagen verlegt Glasfaserkabel in Essen – fast lautlos und emissionsfrei
Ein Kilometer langes Stück im Essener Stadtteil Steele erhält neue Glasfaserkabel – mit deutlich weniger Lärm und Schadstoffen als üblich. Für das Projekt kommt ein elektrischer Bohrwagen zum Einsatz, der das Aufreißen von Straßen oder Gehwegen überflüssig macht. Anwohner haben bereits bemerkt, wie viel leiser die Arbeiten im Vergleich zu herkömmlichen Baustellenmethoden sind.
Die ersten 800 Meter Kabel wurden in einem offenen Graben innerhalb einer Trinkwasserschutzzone entlang der Ruhr verlegt. Weitere 200 Meter entstanden unter einer stark befahrenen Straßenkreuzung, wobei präzise unter dem Fluss gebohrt werden musste.
Ein elektrisches Nutzfahrzeug transportiert eine große Powerbank, die die Bohrmaschinen mit Strom versorgt. Diese Methode reduziert Lärm und schädliche Emissionen um mindestens 80 Prozent. Tobias Hobert, Geschäftsführer von Green Econo, koordiniert das Projekt im Auftrag des Beratungsunternehmens aus Brilon.
Die gesamten Installationsarbeiten sollen bis zum 13. November 2027 abgeschlossen sein. Ähnliche emissionsarme Verfahren wurden bereits in Selm eingesetzt, mit Plänen für Erweiterungen nach Bergkamen und Dortmund in den kommenden Jahren.
Das neue Glasfasernetz in Steele wird nicht nur die Internetversorgung verbessern, sondern auch die Belastungen für die Anwohner auf ein Minimum beschränken. Die elektrische Bohrmethode hat bereits Lob von den Einwohnern erhalten – wegen des geringeren Lärms und der saubereren Arbeitsweise. Nach Fertigstellung soll das System als Vorbild für zukünftige, emissionsarme Infrastrukturprojekte in der Region dienen.






