Endres-Brunnen in Dormagen wird offiziell zum Kulturdenkmal und Heimatblickpunkt
Rebekka UllrichEndres-Brunnen in Dormagen wird offiziell zum Kulturdenkmal und Heimatblickpunkt
Ein bekannter Brunnen in Dormagen ist offiziell als heimisches Kulturdenkmal anerkannt worden. Der Endres-Brunnen, eine Stiftung des verstorbenen Werner Endres, wurde vom Stadtrat zum Heimatblickpunkt ernannt. Mit dieser Entscheidung würdigt die Stadt sowohl das symbolträchtige Design des Brunnens als auch das lebenslange Engagement seines Schöpfers für die Gemeinschaft.
Der Brunnen wurde 2007 an der Ecke Römerstraße und Marktstraße eingeweiht und entwickelte sich seitdem zu einem zentralen Treffpunkt in Dormagen. Sein Design spiegelt die Identität der Stadt wider: Das Becken folgt den Umrissen der Stadtgrenzen, während 16 Basaltsäulen – jeweils nach der Einwohnerzahl bemessen – die Stadtteile repräsentieren. Die fließenden Linien der Konstruktion erinnern zudem an den Verlauf des Rheins.
Werner Endres, ein gelernter Ingenieur, trat 1965 in die Dienste der Bayer AG in Dormagen ein und saß anschließend mehr als 40 Jahre im Stadtrat. Für seine Verdienste erhielt er 2004 den Ehrenring der Stadt. Nach seinem Tod im Jahr 2022 beschloss der Rat am 17. März 2023, den Brunnen zum offiziellen Wahrzeichen zu erklären. Eine neue Stele, die am 18. März 2026 enthüllt wurde, trägt nun seinen Namen und bewahrt sein Andenken.
Bei der Feier betonte Bürgermeister Erik Lierenfeld, der Brunnen stehe als dauerhaftes Symbol für Zusammenhalt und städtischen Stolz. Elisabeth Endres-Michel, die Witwe Werner Endres', erinnerte an seine tiefe Verbundenheit mit Dormagen und dankte der Stadt für die Würdigung seines Vermächtnisses.
Der Endres-Brunnen ist heute nicht nur ein beliebter Begegnungsort, sondern auch ein anerkanntes Kulturdenkmal. Sein Design feiert weiterhin die Geografie und Geschichte Dormagens, während die neue Stele dafür sorgt, dass Werner Endres' prägender Einfluss auf die Stadt nicht in Vergessenheit gerät. Der Brunnen bleibt eine sichtbare Erinnerung an sein jahrzehntelanges Engagement für die Gemeinschaft.






