02 April 2026, 20:12

FDP in Bergisch Gladbach fordert Ende der Koalitionsdebatten und mehr Lösungen für Haushaltskrise

Ein historisches Dokument mit dem Titel "Plan d'Organisation pour des Batailons de Piquiers, Arreté par le Conféil Executif Provifoire", das einen Plan für die Schlacht von Piquier beschreibt.

FDP in Bergisch Gladbach fordert Ende der Koalitionsdebatten und mehr Lösungen für Haushaltskrise

Die FDP in Bergisch Gladbach hat sich gegen die anhaltende Debatte über Koalitionspolitik in der Stadt ausgesprochen. Parteimitglieder argumentieren, dass Diskussionen über politische "Brandmauern" dringende lokale Probleme in den Hintergrund drängen. Angesichts eines prognostizierten jährlichen Haushaltsdefizits von 50 Millionen Euro bis 2030 fordern sie, den Fokus stattdessen auf praktische Lösungen zu lenken – statt auf politische Grabenkämpfe.

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Der Stadtrat und FDP-Vertreter Dr. Alexander Engel kritisierte die aktuelle Debatte als Ablenkung. Er behauptet, dass Streitigkeiten über Koalitionsgrenzen Fortschritte bei echten Herausforderungen blockieren, etwa der alternden Bevölkerung und steigenden Personalkosten. Die FDP betonte, dass sich ihre Kritik nicht gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst richte, sondern auf die Neuausrichtung von Dienstleistungen für eine Zukunft mit weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter ziele.

Die Partei setzt sich zudem für eine Obergrenze bei den Personalkosten ein und sieht darin einen notwendigen Schritt zur Modernisierung. Laut ihren Zahlen ist die städtische Belegschaft in den letzten Jahren um 40 Prozent gewachsen, während die Verwaltung derzeit 280 Mitarbeiter beschäftigt. Die FDP-Stadträtin Dorothee Wasmuth forderte den Bürgermeister auf, zügig zu handeln und weitere Verzögerungen bei der Umsetzung von Sparmaßnahmen zu vermeiden.

Gleichzeitig warnte die FDP, dass konservative und liberale Vorschläge von linker Opposition blockiert würden. Sie mahnten, dass dieser politische Stillstand die Wähler verprelle, die effiziente Regierungsführung statt ideologischer Auseinandersetzungen erwarteten.

Die Reformforderungen der FDP kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Bergisch Gladbach bis 2030 mit einem jährlichen Defizit von 50 Millionen Euro konfrontiert ist. Zu ihren Vorschlägen gehören die Kontrolle der Personalkosten und strukturelle Anpassungen, um dem demografischen Wandel zu begegnen. Ohne parteiübergreifende Zusammenarbeit befürchtet die Partei jedoch, dass notwendige Reformen weiter auf der Strecke bleiben.

Quelle