26 March 2026, 08:15

Femizide in Deutschland: Lesung und Diskussion in Lünen am 25. November

Balkendiagramm mit der Überschrift "Kriminalitätsrate in London pro 1.000 Einwohner zwischen 2015/16 und 2022/23", das die Kriminalitätsraten in Italien von 2015 bis 2022 zeigt.

Femizide in Deutschland: Lesung und Diskussion in Lünen am 25. November

Öffentliche Lesung und Diskussion zu Femiziden in Deutschland am 25. November in Lünen

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Am Dienstag, dem 25. November, findet in Lünen eine öffentliche Lesung und Diskussion zum Thema Femizide in Deutschland statt. Die Journalistin Julia Cruschwitz stellt ihr Buch "Femizide: Die Tötung von Frauen in Deutschland" vor, in dem sie untersucht, wie gesellschaftliche Einstellungen Gewalt gegen Frauen oft verharmlosen. Die Veranstaltung steht im Zeichen des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

Die Lesung beginnt um 17:00 Uhr im Persiluhr-Treffpunkt der Stadtbücherei Lünen, Zugang über die Gartenstraße 4. Organisiert wird die Veranstaltung vom Büro für Gleichstellung und Frauenangelegenheiten, der Volkshochschule Lünen und der Stadtbücherei. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung über die Volkshochschule wird jedoch gebeten.

Cruschwitz' Buch deckt eine erschreckende Realität auf: Allein 2023 wurden in Deutschland 360 Femizide registriert, wobei 68,6 Prozent im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt standen. Ihre Recherchen zeigen, wie gesellschaftliche Strukturen und kulturelle Haltungen dazu führen, dass solche Verbrechen oft ignoriert oder entschuldigt werden. Fast täglich wird in Deutschland eine Frau getötet – so das Ergebnis ihrer Untersuchungen.

Im Anschluss an die Lesung haben die Besucher:innen die Möglichkeit, mit der Autorin zu diskutieren. Heike Tatsch, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, betont, dass Gewalt gegen Frauen kein privates, sondern ein gesellschaftliches Problem sei, das kollektives Handeln erfordere.

Ziel der Veranstaltung ist es, das Bewusstsein für Femizide zu schärfen und die Normalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt zu hinterfragen. Durch die Präsentation von Cruschwitz' Forschungsergebnissen hoffen die Organisator:innen, breitere Debatten über Prävention und Verantwortung anzustoßen. Eine Anmeldung ist weiterhin für Interessierte möglich.

Quelle