Ford in Köln streicht 1.000 Jobs – Elektroauto-Krise trifft Arbeitsplätze
Hans-Helmut RuppersbergerBogeyman der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford in Köln streicht 1.000 Jobs – Elektroauto-Krise trifft Arbeitsplätze
Ford streicht fast 1.000 Stellen am Standort Köln – Elektroauto-Nachfrage schwächelt
Der US-Autobauer Ford hat in diesem Jahr am Standort Köln fast 1.000 Arbeitsplätze abgebaut, da die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen nachlässt. Der Konzern stellte die Produktion von zwei auf eine Schicht um, senkte so die Kosten und vermied dabei betriebsbedingte Kündigungen. Die Kürzungen sind Teil eines umfassenden Plans, um die deutsche Tochter wieder in die Gewinnzone zu führen.
Die Belegschaft am Kölner Ford-Standort ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich geschrumpft. 2019 arbeiteten dort noch rund 18.000 Beschäftigte, doch die Zahl sank seitdem auf etwa 10.500. Nach den jüngsten Abbaumaßnahmen liegt die Gesamtzahl nun bei rund 9.000 Mitarbeitenden.
Rund 2.100 Beschäftigte haben freiwillige Abfindungsangebote angenommen, während weitere 800 Arbeitsplätze auf neue Eigentümer übergehen, da Ford Teile seines Geschäfts veräußert. Drei Bereiche – darunter Werkzeugbau und Druckguss – haben potenzielle Investoren angezogen, allerdings nannte das Unternehmen keine Käufer oder konkretisierte, wie viele Verhandlungen derzeit laufen.
Die Stellenstreichungen passen zu Fords Strategie, das Kölner Werk für die Elektroauto-Produktion zu modernisieren. Durch Kostensenkungen und die Aufrüstung der Anlagen will der Konzern die Verluste in Deutschland umkehren. Bisher wurden alle 2.900 geplanten Arbeitsplatzanpassungen durch freiwillige Maßnahmen und Versetzungen erreicht – ohne Zwangsentlassungen.
Mit der Umstrukturierung in Köln hat Ford seine Belegschaft deutlich verkleinert, ohne zu betriebsbedingten Kündigungen greifen zu müssen. Nun konzentriert sich das Unternehmen auf die Elektroauto-Produktion und Effizienzsteigerungen, um die Rentabilität in Deutschland wiederherzustellen. Die Zukunft des Standorts hängt von diesen Veränderungen und weiteren Investitionen in moderne Produktionsanlagen ab.