Frömerns neuer personalfreier Supermarkt schließt Versorgungslücke nach Ladenschließungen
Hans-Helmut RuppersbergerFrömerns neuer personalfreier Supermarkt schließt Versorgungslücke nach Ladenschließungen
Unbemannter Supermarkt in Frömern eröffnet – Lücke nach Ladenschließungen geschlossen
In Frömern, einem kleinen Ortsteil von Fröndenberg, hat ein neuer, komplett personalfreier Supermarkt seine Türen geöffnet, um die Versorgungslücke zu füllen, die durch die Schließung lokaler Geschäfte entstanden ist. Der "Tante M"-Markt, betrieben von der Franchisenehmerin Anna Kirksov, bietet Anwohnern eine bequeme Möglichkeit, Grundnahrungsmittel zu kaufen, ohne auf entferntere Läden angewiesen zu sein. Es handelt sich erst um den zweiten Standort dieser Art in Nordrhein-Westfalen, wo das Konzept noch vergleichsweise unbekannt ist.
Frömern hatte vor Jahren seine letzte Bäckerei verloren, sodass die Bewohner kaum noch Optionen für den täglichen Einkauf hatten. Der neue "Tante M"-Supermarkt begegnet diesem Problem mit einem Sortiment von rund 1.200 Artikeln – von frischem Gemüse bis hin zu Backwaren. Kunden betreten den Laden mithilfe eines kartengestützten Zugangssystems und können eigenständig einkaufen und bezahlen.
Der Markt ist täglich von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr geöffnet und bietet damit besonders flexible Öffnungszeiten. Anna Kirksov, die eigentlich als Busfahrerin arbeitet, entschied sich für die Franchise-Eröffnung, um eine lokale Geschäftsmöglichkeit zu schaffen. Ihre Initiative passt zu einem wachsenden Trend automatisierter Einzelhandelskonzepte in der Region.
Ein weiterer ähnlicher Supermarkt soll bald in Unna-Hemmerde eröffnen, betrieben von der Genossenschaftskette Enso. Wie der Standort in Fröndenberg wird auch dieser ohne Personal auskommen und stattdessen auf Technologie für reibungslose Abläufe setzen.
Der "Tante M"-Markt in Frömern gibt den Anwohnern nun eine verlässliche Anlaufstelle für den Lebensmitteleinkauf zu flexiblen Zeiten. Mit einem weiteren personalfreien Supermarkt in Unna-Hemmerde in Planung könnte sich das Modell in Nordrhein-Westfalen weiter ausbreiten. Für die Bewohner in Frömern gehört der weite Weg für Grundversorgung damit vorerst der Vergangenheit an.






