11 May 2026, 02:16

Fußballgewalt sinkt – doch Pyro-Missbrauch erreicht neuen Höchststand

Schwarzes Bild eines Fußballspielers, der auf dem Boden liegt und von einer Gruppe Männer umgeben ist, mit einer Menge im Stadionhintergrund.

Fußballgewalt sinkt – doch Pyro-Missbrauch erreicht neuen Höchststand

Verletzungen bei Fußballspielen in Deutschlands Topligen gehen zurück – doch Gewalt und Pyro-Missbrauch nehmen zu

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Verletzungen in Verbindung mit Spielen der drei höchsten deutschen Fußballligen gesunken. Insgesamt wurden 1.107 Menschen verletzt – 231 weniger als in der Vorsaison. Trotz dieses Rückgangs zeigen sich die Behörden besorgt über anhaltende Gewalt und den zunehmenden Missbrauch von Pyrotechnik in den Stadien.

In der Saison 2023/24 gab es 1.107 Verletzte, ein Rückgang um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darunter waren 160 Polizisten und 89 Sicherheitskräfte. Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, bezeichnete diese Zahlen als „inakzeptabel“ und betonte, dass über 1.000 Verletzte in einer einzigen Saison nicht hingenommen werden dürften.

Auch die Anzahl der eingeleiteten Strafverfahren ging zurück: Mit 5.197 Fällen wurde ein Minus von 22 Prozent verzeichnet. Dennoch entfiel fast die Hälfte aller Straftaten auf Körperverletzung, Widerstand gegen die Polizei, Verstöße gegen die öffentliche Ordnung und Sachbeschädigung. Gleichzeitig stieg der Missbrauch von Pyrotechnik drastisch um 73 Prozent – insgesamt wurden 4.783 Verstöße registriert.

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Reul forderte schärfere Maßnahmen und verlangte, dass gewalttätige Straftäter mit Stadionverbot belegt werden. Fanverbände hingegen warnten vor einer Dramatisierung und wiesen darauf hin, dass die Stadien weiterhin gut besucht seien und die Verletztenzahlen im Verhältnis zu den Zuschauerzahlen seit Jahren niedrig blieben.

Der Rückgang bei Verletzungen und Strafverfahren deutet auf eine gewisse Verbesserung der Sicherheit an Spieltagen hin. Doch der starke Anstieg des Pyro-Missbrauchs und die anhaltende Gewalt zeigen, dass die Probleme weiterhin bestehen. Behörden und Fangruppen bleiben uneins darüber, wie die Herausforderungen wirksam angegangen werden können.

Quelle