25 June 2026, 08:08

Gericht ebnet Verlagen den Weg für radikale Pressegrosso-Reform bis 2027

Grosso-Streit: Regionalgericht gibt Verlegern Recht

Gericht ebnet Verlagen den Weg für radikale Pressegrosso-Reform bis 2027

Das Bündnis FFF hat einen juristischen Erfolg in seinem Vorhaben erzielt, das deutsche Pressegroßhandelsnetz umzustrukturieren. Das Landgericht Dortmund wies einstweilige Verfügungen der PDG und Lütkemeyer zurück und ebnete damit den Verlagen den Weg für ihre Pläne. Das Bündnis, zu dem schwere Namen wie Axel Springer und die Bauer Media Group gehören, strebt eine grundlegende Reform des Systems bis 2027 an.

Geplant ist, die derzeit 13 regionalen Großhändler durch einen zentralen Großhändler zu ersetzen – die Presse-Grosso-Allianz (PGA). Diese neue Einheit soll ab 2027 ganz Deutschland beliefern, wobei die vollständige Umsetzung bereits bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll. Im neuen Modell blieben nur vier Großhandelsunternehmen als sogenannte „Systempartner“ erhalten.

Das Dortmunder Landgericht lehnte Versuche von PDG und Lütkemeyer ab, die Kündigungen der Verträge durch die Verlage zu blockieren. Dennoch kündigten die beiden Unternehmen an, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um den Abbau dessen zu stoppen, was sie als unverzichtbare Vertriebsstrukturen bezeichnen. Auch der Bundesverband Pressegroßhandel hat sich dem Widerstand angeschlossen und strebt an, die Umstrukturierung bis Sommer 2023 gerichtlich zu stoppen.

Das Bundeskartellamt erklärte, vorerst nicht eingreifen zu wollen, nachdem die Verlage ihre Pläne angepasst hatten. Gleichzeitig laufen noch weitere Klagen der Großhändler Jost, Mietke, PGSW und Grossounion Nord.

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Die Gerichtsentscheidung räumt eine zentrale Hürde für die Umstrukturierungspläne des FFF-Bündnisses aus dem Weg. Die Verlage können nun ihren Zeitplan vorantreiben, auch wenn die rechtlichen Auseinandersetzungen anhalten. Das Ergebnis wird entscheiden, ob das neue, zentralisierte Vertriebsmodell wie geplant in Kraft tritt.

Quelle