Gesundheitsreform löst Streit: Laumann fordert mehr Unterstützung für Bedürftige
Rebekka UllrichGesundheitsreform löst Streit: Laumann fordert mehr Unterstützung für Bedürftige
Ein geplanter Gesundheitsreform in Deutschland hat weitreichende Kritik von politischen Parteien und Sozialverbänden ausgelöst. Der Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann (CDU), setzt sich für zusätzliche finanzielle Unterstützung für Bezieher von Grundsicherungsleistungen ein, während die Diskussionen vor einem entscheidenden Kabinettstermin in dieser Woche weitergehen.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte den Reformplan vorgelegt, der Kürzungen im Gesundheitsbereich vorsieht. Der 160-seitige Gesetzentwurf wird noch geprüft, wobei kurzfristige Änderungen vor der Vorlage an das Kabinett am Mittwoch möglich sind. Ein Ministeriumssprecher bestätigte, dass die Verhandlungen weiterhin im Gange seien.
Widerstand kommt aus verschiedenen Lagern. Die CDU/CSU-Unionsfraktion, die SPD, die Grünen und Sozialverbände haben die geplanten Einschnitte einheitlich verurteilt. SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert forderte, dass Pharmaunternehmen stärker zur Entlastung der Finanzsituation beitragen müssten.
Unterdessen arbeitet die Bundestagsfraktion der Grünen an einem Gegenentwurf, der am Dienstag finalisiert werden soll. Dieser alternative Plan wird in einer anstehenden Strategieklausur beraten.
Die Zukunft der Reform bleibt ungewiss, da politische Gruppen und Wohlfahrtsorganisationen Bedenken äußern. Angesichts der bevorstehenden Kabinettsentscheidung könnten noch weitere Anpassungen am Entwurf vorgenommen werden. Das Ergebnis wird entscheiden, wie die Gesundheitsfinanzierung für die Bedürftigsten ausgestaltet wird.






