Großrazzia im NRW-Bausektor: Schwarzarbeit und Mindestlohn-Verstöße aufgedeckt
Laurenz MühleGroßrazzia im NRW-Bausektor: Schwarzarbeit und Mindestlohn-Verstöße aufgedeckt
Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen im Bausektor durchgeführt. Rund 280 Beschäftigte von 88 Arbeitgebern wurden in den Kreisen Köln, Rhein-Sieg, Leverkusen und Rheinisch-Bergisch von über 110 Beamten überprüft. Bei der Aktion wurden zahlreiche Verdachtsfälle auf Verstöße gegen Arbeits- und Sozialrecht aufgedeckt.
In Köln wurden 123 Beschäftigte von 51 Arbeitgebern kontrolliert, in Leverkusen 75 Beschäftigte von 11 Arbeitgebern. Im Rhein-Sieg-Kreis standen 39 Beschäftigte von 15 Arbeitgebern unter Prüfung, während im Rheinisch-Bergischen Kreis 42 Beschäftigte von 11 Arbeitgebern überprüft wurden.
Die Kontrollen förderten erhebliche Unregelmäßigkeiten zutage: Elf Männer arbeiteten ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis. Gegen sie und ihre Arbeitgeber wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.
Darüber hinaus stehen drei Unternehmen im Verdacht, den gesetzlichen Mindestlohn nicht gezahlt zu haben. In fünf Fällen gab es Hinweise auf Sozialbetrug; zudem wird wegen nicht gemeldeter Sozialabgaben ermittelt.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Probleme im Bausektor in Bezug auf die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften. Die Behörden haben konkrete Schritte eingeleitet, indem sie Strafverfahren und weitere Untersuchungen einleiteten. Die Ergebnisse werden voraussichtlich zu rechtlichen Konsequenzen für die Beteiligten führen.
