Guram Gvasalias Vetements-Comeback setzt auf Alltagsmode statt Glamour
Franz Josef SchlosserGuram Gvasalias Vetements-Comeback setzt auf Alltagsmode statt Glamour
Guram Gvasalia präsentierte seine erste Vetements-Kollektion im Rahmen der Pariser Herrenmodewoche. Die Show fand unter dem Novotel Paris Centre Tour Eiffel statt – obwohl die Einladungen das Hotel selbst als Veranstaltungsort angaben.
Die Veranstaltung begann um 21:15 Uhr, mit 45 Minuten Verspätung. Zu den Gästen zählten North West, Maluma, Anyma und Olivia Palermo. Gvasalia setzte auf alltagstaugliche Mode statt auf glamouröse Entwürfe und blieb damit dem ursprünglichen Ansatz von Vetements treu.
Die Kollektion bestand aus schlichten, funktionalen Teilen: Jeans, gestreifte Hemden, Harrington-Jacken und Trenchcoats. Einige Stücke wie die reversiblen Harrington- und Trenchcoats waren mit kariertem Futter versehen, was ihre Vielseitigkeit erhöhte. Bei manchen Teilen prangte innen ein Etikett mit der Aufschrift „Kleidung“ statt „Vetements“, wenn man sie umdrehte.
Gvasalia rückte auch die Damenmode in den Fokus und kleidete Models wie Alek Wek, Sasha Pivovarova und Sharon Stone in von Herrenmode inspirierte Looks. Stones Auftritt könnte eine Anspielung auf das Gucci-Debüt seines Bruders Demna gewesen sein, bei dem sie ein weißes Kleid trug. Auf Nachfrage zu den Details bemerkte Gvasalia nur: „Wer es weiß, der weiß es.“
Die Show markierte eine Rückkehr zu den Wurzeln von Vetements mit praktischen, anpassbaren Designs. Die dezenten Markenlogos und die multifunktionalen Stücke unterstrichen den zurückhaltenden Stil des Labels. Der verspätete Beginn und der versteckte Veranstaltungsort verstärkten den unkonventionellen Charakter der Präsentation.
