Hauptzollamt Köln meldet Rekordzahlen: Mehr Einnahmen, mehr Beschlagnahmungen, mehr Kontrollen
Hans-Helmut RuppersbergerHauptzollamt Köln meldet Rekordzahlen: Mehr Einnahmen, mehr Beschlagnahmungen, mehr Kontrollen
Hauptzollamt Köln legt Zahlen für 2024 vor: Mehr Zollabfertigungen, höhere Einnahmen und verschärfte Bekämpfung von Schmuggel und Schwarzarbeit
Das Hauptzollamt Köln hat seine Bilanz für das Jahr 2024 vorgestellt – mit einem deutlichen Anstieg der Aktivitäten und Einnahmen. Die Behörde bearbeitete mehr Zollerklärungen und intensivierte gleichzeitig den Kampf gegen Schmuggel und nicht angemeldete Beschäftigung.
Die Zahl der Zollanmeldungen stieg 2024 auf 10,5 Millionen und lag damit leicht über dem Vorjahreswert. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf fast fünf Milliarden Euro, wobei die Einfuhrumsatzsteuer mit rund vier Milliarden Euro den größten Anteil ausmachte. Weitere 577 Millionen Euro flossen aus Verbrauch- und Verkehrsteuern.
Auch bei der Strafverfolgung zeigte das Kölner Zollamt mehr Präsenz: Die Beamten beschlagnahmten über 3,8 Millionen unversteuerte Zigaretten – mehr als doppelt so viele wie 2023. Zudem konfiszierten sie fast die Hälfte des in Deutschlands Zollstatistik erfassten Crystal Meth sowie etwa ein Drittel aller beschlagnahmten Mengen an Haschisch und Marihuana. Der Gesamtwert der sichergestellten Waren in der Region betrug rund 22 Millionen Euro.
Die Finanzkontrollen Schwarzarbeit prüften über 800 Arbeitgeber und leiteten mehr als 5.000 Ermittlungsverfahren ein. Dabei wurden Betrugsfälle aufgedeckt, die zu Schäden in der Sozialversicherung von über 40 Millionen Euro führten. Das Kölner Hauptzollamt bleibt mit 385 Auszubildenden der größte Ausbildungsstandort des deutschen Zolls.
Die Ergebnisse für 2024 unterstreichen die wachsende Bedeutung des Hauptzollamts Köln bei der Einnahmenerzielung und Strafverfolgung. Die Zunahme an Beschlagnahmungen, Ermittlungen und Ausbildungsaktivitäten spiegelt die erweiterten Aufgaben und die gestiegene Wirkung der Behörde wider.
