Italienische Staatsbahn FS droht der Deutschen Bahn mit Fernverkehrs-Konkurrenz
Franz Josef SchlosserItalienische Staatsbahn FS droht der Deutschen Bahn mit Fernverkehrs-Konkurrenz
Italienische Staatsbahn FS plant Einstieg in deutschen Fernverkehr – Herausforderung für die Deutsche Bahn
Die italienische Staatsbahn Ferrovie dello Stato (FS) will in den deutschen Fernverkehrsmarkt einsteigen und damit die Deutsche Bahn herausfordern, die dort derzeit mit einem Marktanteil von rund 95 Prozent ein Quasi-Monopol hält. Bisher ist FS in Deutschland nur im Regionalverkehr aktiv – doch das könnte sich bald ändern.
Über ihre Tochtergesellschaft Netinera betreibt FS bereits Regionalzüge in Deutschland. Nun prüft das Unternehmen den Start von Hochgeschwindigkeitsverbindungen, um direkt mit der Deutschen Bahn zu konkurrieren. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnte FS bis zu 50 Züge auf deutschen Fernstrecken einsetzen.
Bisher ist FlixTrain der einzige nennenswerte Konkurrent der Deutschen Bahn in diesem Segment. Der private Anbieter bedient stark frequentierte Strecken wie Berlin–Hamburg sowie Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen. Mit dem Markteintritt von FS würde der Wettbewerb in einem lange von einem einzigen Akteur dominierten Markt weiter zunehmen.
Für FS wäre der Schritt der erste Vorstoß in den deutschen Hochgeschwindigkeitsverkehr. Mit bis zu 50 Zügen könnte das Unternehmen die Wettbewerbslandschaft im Fernverkehr grundlegend verändern. Sollten die Pläne Realität werden, stünde die jahrzehntelange Vorherrschaft der Deutschen Bahn vor einer neuen Bewährungsprobe.






