Kanews Überlebenskampf: Wie die Stadt nach Zerstörung um Hilfe ringt
Hans-Helmut RuppersbergerKanews Überlebenskampf: Wie die Stadt nach Zerstörung um Hilfe ringt
Kanew kämpft mit schweren Versorgungsengpässen nach weitreichenden Zerstörungen
Nach massiven Schäden leidet die Stadt Kanew unter akutem Mangel an Grundgütern, der die Bevölkerung ohne elementare Versorgung zurücklässt. Zersplitterte Fensterscheiben, Stromausfälle und marode Infrastruktur haben dringenden Bedarf an Hilfslieferungen und Unterstützung geschaffen. Nun laufen lokale und internationale Hilfsmaßnahmen auf Hochtouren, um Linderung zu schaffen.
Im Juli 2025 wurden zwei ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge und ein Sprinter-Transporter nach Kanew entsandt, um die Wiederaufbauarbeiten zu unterstützen. Die Feuerwehrwagen wurden gemeinsam von der Stadt Viersen, dem Verein Freunde Kanews und einem privaten Spender finanziert. Der Sprinter hingegen wurde mit Bundesmitteln angeschafft.
Die lokale Vertreterin Halyna Moskalenko skizzierte gegenüber Bürgermeisterin Sabine Anemüller und ehrenamtlichen Helfern die dringendsten Bedarfe. Ganz oben auf der Liste stehen dicke, durchsichtige Folien, um zerbrochene Fensterscheiben provisorisch zu ersetzen. Ohne sie sind die Bewohner:innen Witterungseinflüssen schutzlos ausgesetzt oder müssen auf Sperrholz ausweichen, das jegliches Tageslicht abblockt.
Stromausfälle bleiben ein zentrales Problem: Sie legen medizinische Geräte lahm und unterbrechen die Wasserversorgung sowie die Abwasserentsorgung. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat der Verein Freunde Kanews einen Spendenaufruf gestartet, um Generatoren und weitere lebenswichtige Ausrüstung bereitzustellen. Die Gruppe garantiert durch regelmäßigen Austausch zwischen Viersen und Kanew eine verlässliche und nachhaltige Unterstützung.
Ziel der Hilfsaktionen ist es, die grundlegenden Lebensbedingungen in Kanew so schnell wie möglich wiederherzustellen. Transparente Folien, Generatoren und Einsatzfahrzeuge zeigen bereits erste Wirkung. Mit anhaltender Unterstützung hofft die Stadt, ihre Infrastruktur zu stabilisieren und den Alltag der Bevölkerung spürbar zu verbessern.






