06 May 2026, 10:14

Kontrollierte Sprengung legt 280 Meter hohen Schornstein des Gersteinwerks in Schutt und Asche

Schwarze Zeichnung einer Menge vor einer Fabrik mit Schornsteinen, Häusern im Hintergrund und der Beschriftung "Die zweite Explosion im Oaks Colliery, Bakersley, England" unten.

Explosion einer 280-Meter hohen Schornsteins eines Kraftwerks - Kontrollierte Sprengung legt 280 Meter hohen Schornstein des Gersteinwerks in Schutt und Asche

Heute wird der 280 Meter hohe Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Detonation, die für 11:00 Uhr geplant ist, markiert einen weiteren Schritt bei der Umgestaltung des Standorts, nachdem das dortige Kohlekraftwerk 2019 stillgelegt wurde. Der Energiekonzern RWE hat die Konstruktion mit 140 Kilogramm modernem Dynamit präpariert, um einen sauberen Einsturz zu gewährleisten.

Der Schornstein gehörte zum Kohleblock des Kraftwerks Gersteinwerk, der vor fünf Jahren den Betrieb einstellte. Seither schreiten die Rückbauarbeiten stetig voran; die vollständige Demontage soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Um die Sicherheit zu garantieren, wird während der Sprengung eine 400-Meter-Sperrzone um das Gelände eingerichtet. Zudem wurden spezielle Stahlkipplager angebracht, die den Fall des Schornsteins in die vorgesehene Richtung lenken sollen.

Die Stromerzeugung in Gersteinwerk begann vor über einem Jahrhundert, im Jahr 1917, zunächst mit Kohle aus nahegelegenen Bergwerken. In den 1970er-Jahren wurde das Kraftwerk erweitert, um auch Erdgas als Brennstoff zu nutzen. Nun blickt RWE in die Zukunft: Geplant ist ein neues, wasserstofffähiges Gaskraftwerk mit einer Leistung von rund 800 Megawatt auf demselben Gelände. Obwohl die Vorbereitungen laufen, steht eine finale Investitionsentscheidung noch aus.

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Mit dem Abriss wird der Weg für zukünftige Energieprojekte am Standort frei. Sollte das neue Kraftwerk gebaut werden, würde es den Wandel von der Kohle hin zu flexibleren, emissionsärmeren Technologien symbolisieren. Die Sprengung heute beseitigt eines der letzten großen Überbleibsel der kohlebetriebenen Vergangenheit von Gersteinwerk.

Quelle