Kubicki will FDP mit Charme und Kampfgeist aus der Krise führen
Franz Josef SchlosserKubicki will FDP mit Charme und Kampfgeist aus der Krise führen
Wolfgang Kubicki, stellvertretender Vorsitzender der FDP, strebt an, Ende Mai den Bundesvorsitz der Partei zu übernehmen. Seine Kandidatur hat der geschwächten Partei bereits mehr Aufmerksamkeit verschafft. Bis zum nächsten Jahr will er die Umfragewerte deutlich über die Fünf-Prozent-Hürde treiben.
Kubickis Bewerbung um den Parteivorsitz hat die Wahrnehmung der FDP bei politischen Konkurrenten und in den Medien verändert. Er behauptet, die Partei werde nun wieder als ernstzunehmender Anwärter auf Erfolg wahrgenommen. Seine Auftritte ziehen begeisterte Zuschauer an, auch wenn er einräumt, dass die positive Resonanz eher auf persönlicher Sympathie als auf inhaltlichen Positionen beruht.
Konflikte mit Henning Höne, dem FDP-Landesvorsitzenden in Nordrhein-Westfalen, weist Kubicki zurück. Stattdessen will er Hönes Führung in dem mitgliederstärksten Landesverband unterstützen. Trotz interner Kritik ist er überzeugt, dass sich selbst Skeptiker letztlich hinter ihn stellen werden – schließlich wünschen sich alle ein Erstarken der FDP.
Kubicki warnt, wer seine Führung untergrabe, arbeite gegen die Zukunft der Partei. Zwar ist die „Marke Kubicki“ noch nicht fest mit der FDP verbunden, doch er erwartet, dass sich das ändert, sobald er den Vorsitz übernimmt.
Der stellvertretende FDP-Chef ist zuversichtlich, dass seine Kandidatur der Partei neuen Aufschwung bringen wird. Sein Fokus liegt darauf, Ende Mai den Vorsitz zu sichern und die Umfragewerte zu steigern. Erfolg, so sein Argument, hänge davon ab, dass die Partei geschlossen hinter seiner Führung steht.






