Mann transportiert gefährlichen Abfall in überladenem Pferdeanhänger – jetzt droht ihm der Prozess
Laurenz MühleMann transportiert gefährlichen Abfall in überladenem Pferdeanhänger – jetzt droht ihm der Prozess
Ein 69-jähriger Mann aus Bielefeld muss sich nun vor Gericht verantworten, nachdem Behörden in einem überladenen Pferdeanhänger gefährlichen Abfall entdeckt hatten. Das Fahrzeug, beladen mit Metallschrott und alten Haushaltsgeräten, war im Ostwestfalendamm-Tunnel gestoppt worden, weil die Ladung gefährlich hoch über die Ladeklappe hinausragte.
Der Vorfall begann, als die Polizei bemerkte, dass die Ladung etwa 2,2 Meter über die Heckklappe des Zugfahrzeugs hinausragte. Im Inneren des Anhängers fanden die Beamten ein chaotisches Gemisch aus Aluminiumschrott, Stahlabfällen und ausgedienten Elektrogeräten. Zudem stießen sie auf Fässer mit Altöl und Autokühler, die noch Kühlmittel enthielten – ein Fund, der Umweltbedenken auslöste.
Der Mann konnte keine gültigen Genehmigungen für das Sammeln oder den Transport von Schrott und gefährlichen Abfällen vorweisen, wie sie das Kreislaufwirtschaftsgesetz vorschreibt. Ermittler stellten später fest, dass er etwa 20 bezahlte Entsorgungsaufträge ohne die erforderliche Zulassung durchgeführt hatte.
Ein zweiter Anhänger, der ebenfalls dem Fahrer gehörte, war mit weiterem Abfall beladen. Die Behörden brachten die gefährlichen Stoffe zu einem kommunalen Recyclinghof, um sie dort fachgerecht zu entsorgen. Das Bielefelder Zollamt wurde eingeschaltet, um mögliche Steuerhinterziehung zu prüfen, da der Verdacht bestand, dass der Mann seit seiner Gewerbeanmeldung im Jahr 2021 keine vorgeschriebenen Gebühren entrichtet hatte.
Dem Fahrer drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Umweltvergehen, Verstöße gegen das Steuerrecht sowie Vergehen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz. Der Fall wurde an die zuständigen Stellen zur weiteren rechtlichen Aufarbeitung übergeben.






