Mindestlohn steigt bis 2027 auf 14,60 Euro – was das für Arbeitnehmer und Unternehmen bedeutet
Rebekka UllrichMindestlohn steigt bis 2027 auf 14,60 Euro – was das für Arbeitnehmer und Unternehmen bedeutet
Mindestlohn in Deutschland steigt schrittweise bis 2027 auf 14,60 Euro
Die Bundesregierung hat eine schrittweise Erhöhung des Mindestlohns beschlossen, die bis 2027 zu einem Stundensatz von 14,60 Euro führen wird. Unternehmen und Arbeitnehmer bereiten sich bereits auf die finanziellen Auswirkungen der Änderungen vor.
Die erste Anpassung tritt am 1. Januar 2026 in Kraft und erhöht den Mindestlohn von der aktuellen Höhe auf 13,90 Euro – ein Plus von 10 Prozent. Bis zum Ende der geplanten Erhöhungen wird der Mindestlohn insgesamt um 13,9 Prozent steigen. Ein weiterer Schritt im Jahr 2027 bringt ihn dann auf 14,60 Euro.
Schätzungen zufolge könnten bis 2025 bis zu 6,6 Millionen Beschäftigte von höheren Löhnen profitieren. Gleichzeitig steigen jedoch auch die Kosten für Arbeitgeber. Ein Friseursalon in Lünen hat bereits angekündigt, die Preise um 4 bis 6 Prozent anzuheben, um die zusätzlichen Lohnkosten auszugleichen. Studien legen nahe, dass eine 10-prozentige Erhöhung des Mindestlohns die Verbraucherpreise um 6,8 bis 7,8 Prozent treiben könnte.
Die Reaktionen fallen unterschiedlich, aber überwiegend sachlich aus. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks bezeichnete die Erhöhung als "ausgewogen und verkraftbar". Andere kleine Unternehmen prüfen noch, wie sie sich anpassen können, ohne Stellen zu streichen oder Leistungen zu kürzen.
Die schrittweisen Anpassungen werden die Löhne von Millionen Arbeitnehmern allmählich erhöhen. Besonders im Dienstleistungssektor passen Arbeitgeber ihre Preise an, um die höheren Personalkosten auszugleichen. Die vollen Auswirkungen auf Inflation und Beschäftigung werden sich zeigen, sobald die neuen Sätze greifen.






