Mordprozess in Krefeld: Angeklagter soll Filialleiterin erstochen haben
Hans-Helmut RuppersbergerMordprozess in Krefeld: Angeklagter soll Filialleiterin erstochen haben
Ein 25-jähriger Mann aus Afghanistan muss sich seit heute wegen Mordes vor Gericht verantworten, nachdem er im vergangenen Mai in Krefeld seine Vorgesetzte erstochen haben soll. Die Tat ereignete sich in einer Filiale der Bekleidungskette New Yorker, in der sowohl der Angeklagte als auch das Opfer beschäftigt waren. Der Prozess begann am Landgericht Krefeld; dem Beschuldigten droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Die Attacke spielte sich kurz vor Ladenschluss im Pausenraum für Mitarbeiter ab. Die weibliche Filialleiterin erlag noch am Tatort ihren schweren Messerstichen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte an paranoider Schizophrenie leidet und daher möglicherweise nicht schuldfähig ist.
Während der ersten Verhandlung schwieg der Beschuldigte. Seine Einlassung wird für die nächste Sitzung am 20. November erwartet. Sollte er für schuldig befunden werden, könnte das Gericht seine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung ohne festgelegte Entlassungsfrist anordnen.
Im Mittelpunkt des Verfahrens steht die Frage, ob der Angeklagte für die Tat strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann. Das Urteil könnte entweder eine lebenslange Haftstrafe oder eine unbefristete psychiatrische Unterbringung zur Folge haben. Die nächste Verhandlung, in der der Beschuldigte vor Gericht Stellung nehmen soll, ist für den 20. November angesetzt.






