25 June 2026, 04:13

Neue EWI-Strategie soll Netzausbau für Erneuerbare um Milliarden verbilligen

EWI: ├ťberdimensionierung von Netzanschlüssen mit Photovoltaik und Windenergie reduziert Netzausbaukosten um bis zu 1,8 Milliarden Euro j├Ąhrlich

Neue EWI-Strategie soll Netzausbau für Erneuerbare um Milliarden verbilligen

Das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) der Universität zu Köln hat eine neue Strategie vorgeschlagen, um die Kosten für den Netzausbau zu senken. Ihr Plan sieht vor, die Anbindung von Erneuerbare-Energien-Projekten an das Stromnetz effizienter zu gestalten. Mit diesem Ansatz ließen sich Milliarden einsparen, während gleichzeitig die Effizienz des gesamten Systems gesteigert würde.

Netzbetreiber stehen derzeit vor wachsenden Herausforderungen, da der Ausbau erneuerbarer Energien den Bedarf an neuen Stromleitungen erhöht. Bis 2045 könnten Investitionen in Höhe von rund 350 Milliarden Euro in die Verteilnetze erforderlich sein – ein Großteil dieser Kosten entfällt auf die Integration von Wind- und Solarenergie. Die bisherigen Anreize zur Optimierung dieser Anschlüsse sind unzureichend und können zu finanziellen Verlusten führen.

Das EWI schlägt vor, Solar- und Windkraftanlagen an gemeinsamen Netzzugangspunkten zu bündeln. Diese geteilte Nutzung würde die Ausbaukosten um etwa 1,8 Milliarden Euro pro Jahr verringern. Zudem würde die durchschnittliche Netzauslastung steigen, und es müsste weniger überschüssige erneuerbare Energie verschwendet werden.

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Allerdings könnte diese Methode zu häufigeren Einspeisemanagement-Maßnahmen (Abregelungen) bei erneuerbaren Energien führen. Trotz dieses Kompromisses rechnet das Institut mit einem jährlichen Nettoeffizienzgewinn von 800 Millionen Euro. Die regionalen Kosten für den Netzausbau liegen derzeit zwischen 61 und 180 Euro pro Kilowatt, abhängig vom Standort. Zudem seien zusätzliche Geschäftsmodelle nötig, um Batteriespeicher zu finanzieren und so Energieverluste zu minimieren.

Unabhängig davon bietet ein neues Dashboard nun regionale Prognosen zur Solarstromerzeugung in der Schweiz. Es nutzt Daten aller Solaranlagen des Landes, um präzisere Vorhersagen zu ermöglichen.

Die vorgeschlagenen Änderungen könnten die Kosten deutlich senken und die Netzeffizienz verbessern. Gemeinsame Anschlusslösungen und bessere Prognoseinstrumente sollen den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die finanziellen und technischen Herausforderungen beim Ausbau der Energienetze zu bewältigen.

Quelle