NRW-Bahnen reduzieren kurzfristige Zugausfälle drastisch – doch der Preis ist weniger Verbindungen
Hans-Helmut RuppersbergerNRW-Bahnen reduzieren kurzfristige Zugausfälle drastisch – doch der Preis ist weniger Verbindungen
Bahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen haben kurzfristige Zugausfälle deutlich reduziert. Dies folgt auf anhaltenden Personalmangel, der den Betrieb zuvor stark beeinträchtigt hatte. Die Verbesserungen sind auf mehreren wichtigen Strecken der Region spürbar.
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 wurden deutlich weniger Züge kurzfristig gestrichen als im gleichen Zeitraum 2022. Die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) verzeichnete einen Rückgang der spontanen Ausfälle um 72 Prozent. Die Ostwestfalen-Bahn (RB 72) erreichte sogar eine Reduzierung um 82 Prozent. Auch der Rhein-Münsterland-Express (RE 7) meldete zwischen Januar und März einen Rückgang um 71 Prozent.
Um die Pünktlichkeit zu erhöhen, haben die Betreiber auf einigen Strecken das Angebot angepasst. Insgesamt fahren nun etwa 4 Prozent weniger Züge. Dafür kommen die verbleibenden Verbindungen häufiger planmäßig an. Die Verkehrsbehörden registrierten zudem weniger plötzliche Ausfälle auf den Linien des Rhein-Ruhr-Express (RRX).
Langfristig soll bis 2026 der volle Fahrplan wiederhergestellt werden. Dafür müssen bis Dezember 2025 ausreichend Triebfahrzeugführer eingestellt werden. Dies würde den meisten Strecken eine Rückkehr zum ursprünglichen Takt ermöglichen.
Das Schienennetz der Region ist derzeit stabiler, mit weniger spontanen Störungen. Die Betreiber passen die Angebote weiterhin an und arbeiten auf die vollständige Wiederherstellung hin. Das Ziel bleibt eine vollständige Rückkehr zum ursprünglichen Fahrplan innerhalb der nächsten drei Jahre.
