NRW setzt auf Kameras und KI: Wie der Nahverkehr sicherer werden soll
Laurenz MühleNRW setzt auf Kameras und KI: Wie der Nahverkehr sicherer werden soll
Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr Nordrhein-Westfalens werden ausgeweitet
Immer mehr Busse und Züge in Nordrhein-Westfalen setzen auf Überwachungskameras und Körperkameras, um der steigenden Kriminalität entgegenzuwirken. Bereits rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in der Region sind mit Videotechnik ausgestattet. Durch Nachrüstungen soll eine flächendeckende Abdeckung aller Verkehrsmittel erreicht werden. Die Speicherung der Aufnahmen in der Cloud ermöglicht bei Bedarf einen schnellen Zugriff auf das Material.
In Düsseldorf sind neue Busse nun mit Kameras ausgestattet, die das gesamte Innere überwachen. Fast alle Rheinbahn-Busse und 70 Prozent der Straßenbahnen in der Stadt verfügen bereits über entsprechende Überwachungssysteme.
Sicherheitsteams, die in Zügen und an Bahnhöfen patrouillieren, tragen Körperkameras mittlerweile zur Standardausrüstung. Zudem testen die Behörden den Einsatz von künstlicher Intelligenz, um Videoströme in Echtzeit auf mögliche Sicherheitsrisiken zu analysieren.
Die Zahl der gemeldeten Vorfälle hat im vergangenen Jahr zugenommen. Körperliche Angriffe in Regionalzügen stiegen von 823 auf 905 Fälle. Bedrohungen gegen Zugpersonal lagen im letzten Jahr bei über 1.300.
Mit dem Ausbau der Videoüberwachung sollen Straftaten vorgebeugt und Ermittlungen unterstützt werden. Eine vollständige Kameraabdeckung in Zügen und Bussen soll die Sicherheit von Fahrgästen und Personal erhöhen. Die Behörden prüfen weiterhin neue Technologien, um die Sicherheit weiter zu stärken.
