25 March 2026, 12:16

Oktoberfest-Wunder: Wenn Bierbänke zur Kirche werden

Eine große Gruppe von Menschen an langen Tischen unter einem Zelt auf dem Oktoberfest in München, Deutschland, mit Taschen und Gegenständen auf den Tischen und festlicher Dekoration im Hintergrund.

Oktoberfest-Wunder: Wenn Bierbänke zur Kirche werden

Jedes Jahr bietet das Münchner Oktoberfest eine ungewöhnliche Tradition: einen Gottesdienst in einem Bierzelte. Im Marstall-Zelt während der ersten Festwoche abgehalten, verbindet die Veranstaltung Andacht mit dem lebhaften Treiben der Wiesn. Während sonst feierfreudige Gäste den Raum füllen, schafft dieser Gottesdienst eine stille Oase mitten im Trubel.

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Der Wiesn-Gottesdienst ist ein einzigartiges Schauspiel innerhalb des Oktoberfest-Programms. Statt der gewohnten Klänge der Königlich Bayerischen Hofkapelle hallt ein Halleluja zu den Bierbänken hinab. Die versammelte Menge, stehend im Zelt, stimmt in Lieder wie Lobt den Herrn! ein – ein seltenes Bild in diesem Umfeld.

Nur sechs Männer nippen aus einem gemeinsamen goldenen Kelch an Wein, statt aus den üblichen Maßkrügen. Einer von ihnen tritt vor, um ins Mikrofon zu sprechen: "Und führe uns nicht in Versuchung…" Die Szene wirkt wie ein Dorf ohne festen Platz, ein Pfarrer ohne Kirche – und doch eine Gemeinschaft, vereint im Glauben.

Obwohl genaue Zahlen unklar sind, gibt es ähnliche Traditionen auch anderswo. Ein katholischer Seelsorger für Zirkus- und Schaustellerbetriebe hält jährlich etwa 20 bis 25 Gottesdienste auf Festen ab, darunter auch einen auf dem Oktoberfest. Diese Veranstaltung bleibt eine besondere Verbindung von Frömmigkeit und Feststimmung.

Der Wiesn-Gottesdienst bietet eine kurze Atempause vom üblichen Oktoberfest-Trubel. Er zeigt, wie Tradition und Glaube selbst an unerwarteten Orten ihren Platz finden. Für die Anwesenden ist der Moment zugleich feierlich und typisch bayerisch.

Quelle