Plötzliche Wende: MFA-Stellenmangel in Deutschland fast verschwunden
Rebekka UllrichPlötzliche Wende: MFA-Stellenmangel in Deutschland fast verschwunden
Eine neue Studie zeigt einen deutlichen Rückgang unbesetzter Stellen für Medizinische Fachangestellte (MFA) in ganz Deutschland. Im dritten Quartal 2025 lag die Zahl der offenen Stellen um 88 Prozent niedriger als noch zu Beginn des Jahres. Forscher des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) haben die Analyse durchgeführt; die Ergebnisse wurden in der Montagsausgabe der Rheinischen Post veröffentlicht.
Noch vor diesem Rückgang hatten sich die Personalengpässe bei Medizinischen Fachangestellten schneller verschärft als in anderen Gesundheitsberufen. Im Jahr 2024 blieben rund 52.000 MFA-Stellen unbesetzt – ein Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zu 2023. Gleichzeitig blieb die Zahl der offenen Stellen im Pflegebereich mit etwa 47.000 konstant, während der Ärztemangel nur leicht zunahm.
Doch bis zum dritten Quartal 2025 hatte sich die Lage dramatisch verändert: Die KOFA-Studie verzeichnete bundesweit lediglich 206 unbesetzte MFA-Stellen. Dies markiert eine deutliche Wende nach den jahrelangen anhaltenden Personalengpässen in diesem Bereich.
Die aktuellen Zahlen zeigen eine erhebliche Verringerung der vakanten MFA-Positionen und kehren damit einen langjährigen Trend um. Die Studienergebnisse deuten auf eine plötzliche Verbesserung der Personalsituation in diesem Berufsfeld hin. Die Gründe für diese Entwicklung wurden im Bericht nicht näher erläutert.






