"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Alltagsärger mit Humor und Dankbarkeit begegnen sollten
Franz Josef Schlosser"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Alltagsärger mit Humor und Dankbarkeit begegnen sollten
Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ schlägt einen ungewöhnlichen Umgang mit Alltagsärger vor. Es empfiehlt, auf kleine Nervereien nicht mit Wut, sondern mit Freundlichkeit zu reagieren – ein Ansatz, der die gängige Reaktion auf alltägliche Frustrationen infrage stellt.
Das Buch beleuchtet dabei auch kulturelle Eigenheiten im Umgang mit Verärgerung. In Österreich etwa gilt Fluchen als Kraftquelle, fast wie eine Art Yoga. Langsame Fahrer auf der Südautobahn werden als belebend beschrieben – vergleichbar mit einem koffeinfreien Energydrink. Und die Österreicher kennen über 50 Wörter für „Idiot“, darunter Dodel, Wappler oder Vollkoffer.
Die Autorin gibt praktische Tipps für mehr Selbstfreundlichkeit. Statt sich selbst zu beleidigen, schlägt sie vor, sich als „kognitiven Minimalisten“ zu bezeichnen. Ein zentraler Bestandteil ihrer Methode ist es, Menschen sogar für kleine Unannehmlichkeiten zu danken – etwa, wenn sie den letzten Parkplatz wegschnappen oder die Bahn vollstellen.
Das Buch bietet eine frische Perspektive auf den Umgang mit Alltagsstress. Es plädiert für mehr Freundlichkeit – anderen und sich selbst gegenüber. Die vorgestellten Strategien zielen darauf ab, Stress abzubauen, indem man lernt, kleine Störungen gelassener zu sehen.
