Rekord-Zuschauerzahlen im Fußball – doch Pyrotechnik und Gewalt bleiben Problem
Franz Josef SchlosserRekord-Zuschauerzahlen im Fußball – doch Pyrotechnik und Gewalt bleiben Problem
Fußball-Zuschauerzahlen in Deutschland stiegen in der Saison 2024/2025 um 15 Prozent – fast 33 Millionen Fans besuchten die Stadien in allen Ligen. Doch trotz des größeren Zuschauerandrangs zeigten Vorfälle von Gewalt und Straftaten gemischte Trends, wie aus neuen Daten der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hervorgeht.
Die ZIS überwachte in der abgelaufenen Saison 2.683 Spiele, dabei wurden Straftaten und Sicherheitsvorfälle erfasst. Die Polizei leitete 5.197 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Ligaspielen und dem DFB-Pokal ein – ein Rückgang um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nicht alle Zahlen entwickelten sich jedoch positiv: Der Missbrauch von Pyrotechnik stieg um 73 Prozent an, mit 4.783 registrierten Verstößen.
Dagegen gingen sprengstoffbezogene Straftaten deutlich zurück, von 721 auf 468 Vorfälle. Auch die Verletztenzahlen sanken in mehreren Bereichen. Insgesamt 1.107 Menschen wurden in den drei höchsten Ligen verletzt – 17,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Noch stärker ging die Zahl der verletzten Polizisten zurück: 160 Beamte wurden verletzt, ein Minus von 48 Prozent. Dennoch erlitten 95 Personen Verletzungen durch Pyrotechnik, und 624 Zuschauer wurden während der Spiele verletzt.
Der Bericht verzeichnete zudem einen Anstieg an Hochrisiko-Fans. Die Zahl der als gewaltbereit oder aktiv gewaltsuchend eingestuften Personen stieg um 280 auf etwa 18.000.
Fazit der Saison: mehr Zuschauer in den Stadien, aber weniger Verletzte und Straftaten insgesamt. Der Missbrauch von Pyrotechnik bleibt jedoch ein hartnäckiges Problem mit einem deutlichen Anstieg der Verstöße. Die Behörden beobachten das Fanverhalten weiterhin genau, während Zuschauerzahlen und Risiken sich weiterentwickeln.






