08 May 2026, 08:12

Rettungskräfte fordern dringend ein krisenfestes Breitbandnetz für den Ernstfall

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Rettungskräfte fordern dringend ein krisenfestes Breitbandnetz für den Ernstfall

Rettungskräfte in Deutschland fordern ein krisenfesteres Breitbandnetz

Auf dem jüngsten Blaulicht-Tag in Essen haben Verantwortliche die Dringlichkeit eines zuverlässigen Kommunikationsnetzes für den Katastrophenfall betont. Die bestehenden Systeme müssten dringend modernisiert werden, um Echtzeitdaten wie Drohnenaufnahmen oder Live-Lagekarten zu bewältigen.

Die Veranstaltung in Essen offenbarten Schwachstellen in der aktuellen Notfallkommunikation. Zwar bewährt sich das digitale BOS-Funknetz – basierend auf dem europäischen TETRA-Standard – bei Sprachübertragungen und Kurznachrichten, doch für moderne Anforderungen wie schnelle Datenübertragung reicht die Bandbreite nicht aus. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste brauchen jedoch genau diese Kapazitäten, um im Falle eines Ausfalls der Mobilfunknetze lebenswichtige Informationen auszutauschen.

Während eines großflächigen Stromausfalls in Berlin blieb das BOS-Netz stabil und bewies damit seine Zuverlässigkeit. Dennoch warnen Experten: Verlieren die Behörden die Kontrolle über die Kommunikationsfrequenzen, könnte dies Rettungseinsätze massiv behindern. Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister unterstrich diese Gefahr und betonte, dass eine reibungslose Abstimmung zwischen den Kräften überlebenswichtig sei.

Auf dem Gelände der Essener Feuerwehr wurden sowohl aktuelle als auch zukünftige Technologien präsentiert. Als Lösung schlagen Fachleute ein autonomes Netz im UHF-Bereich (470–694 MHz) vor, das auch bei Störungen durchgehend verfügbar bleibt. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul unterstützte diese Forderung nachdrücklich: „Eine zuverlässige Kommunikation ist für Einsatzkräfte nicht verhandelbar.“

Der Blaulicht-Tag machte deutlich: Die Zeit für Aufschübe ist vorbei. Ein krisensicheres Breitbandnetz würde es Rettungsteams ermöglichen, Echtzeitdaten auszutauschen, ohne auf anfällige öffentliche Netze angewiesen zu sein. Nun suchen die Behörden nach Lösungen, um die Kommunikation – egal wie schwer die Krise – aufrechtzuerhalten.

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