16 March 2026, 02:11

Rhein-Kreis Neuss verzeichnet dritten Rückgang der Kriminalität in Folge – doch nicht überall sinkt die Quote

Eine Liniengrafik mit der überschrift "San Francisco Homicide Rate Per 100,000", die die Homicide-Rate in den Vereinigten Staaten über die Zeit zeigt.

Rhein-Kreis Neuss verzeichnet dritten Rückgang der Kriminalität in Folge – doch nicht überall sinkt die Quote

Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss geht 2025 erneut zurück

Im Rhein-Kreis Neuss sank die Kriminalität 2025 zum dritten Mal in Folge. Die Statistik verzeichnete 28.790 Straftaten – ein Rückgang gegenüber 30.954 Fällen im Vorjahr. Trotz dieses positiven Trends unterschieden sich die Aufklärungsquoten je nach Deliktart und Ort deutlich.

Diebstahl blieb mit 40,2 Prozent aller gemeldeten Straftaten die häufigste Straftat im Kreis. Auch in Meerbusch dominierte dieser Bereich: Hier machten Diebstähle 39,5 Prozent der Fälle aus. Während Betrugsdelikte und Fahrraddiebstähle in der Stadt zurückgingen, stiegen Nötigungen und Ladendiebstähle an.

Die Gesamtaufklärungsquote des Kreises lag mit 53,7 Prozent weiterhin auf hohem Niveau und entsprach damit dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen. Meerbusch hingegen hinkte mit unverändert 44,5 Prozent hinterher – dem niedrigsten Wert im Rhein-Kreis Neuss. Die Spezialeinheiten EK Asia und EK Debit klärten 2025 keinen einzigen Mordfall auf, sodass die Quote in dieser Kategorie bei null blieb.

Bei den schweren Straftaten registrierte der Kreis im vergangenen Jahr 17 Tötungsdelikte. Die Ermittler konnten 70,6 Prozent dieser Fälle aufklären, unterstützt durch mehrere Sonderkommissionen. Diese Teams trugen auch zur Lösung weiterer schwerer Straftaten bei und verbesserten so die Gesamtbilanz.

In Meerbusch sank die Zahl der Straftaten auf 2.376 – ein weiterer Rückgang im dritten Jahr in Folge. Zwar gingen Diebstähle und Betrugsdelikte zurück, doch Gewalttaten und Ladendiebstähle nahmen zu. Die Behörden werden voraussichtlich gezielt an der Steigerung der Aufklärungsquoten arbeiten, insbesondere in Bereichen, in denen sie unter dem regionalen Durchschnitt liegen.

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