S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet nach Planungsgenehmigung
Hans-Helmut RuppersbergerS11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet nach Planungsgenehmigung
Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln erhält Planungsgenehmigung – Bau kann beginnen
Das Ausbauprojekt der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat die notwendige Planungsgenehmigung erhalten, sodass die Bauarbeiten nun vorankommen können. Mit einem Gesamtbudget von 836 Millionen Euro umfasst das Vorhaben den Bau eines zweiten Gleises, die Modernisierung von Bahnhöfen sowie die Verbesserung des Angebots für Pendler in der gesamten Region.
Nordrhein-Westfalen (NRW) steuert 305 Millionen Euro bei, während der Bund 531 Millionen Euro bereitstellt. Die Mittel fließen in den zweigleisigen Ausbau, den Umbau des Bahnhofs Bergisch Gladbach sowie den Bau eines neuen Haltepunkts in Köln-Kalk West. Zudem werden alle Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach barrierefrei umgebaut.
Zum Projekt gehören auch zwei neue Mittelbahnsteige – je einer am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz. Allerdings könnten Verzögerungen bei anderen Infrastrukturvorhaben in Köln den ursprünglichen Fertigstellungstermin im frühen Jahr 2032 gefährden.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass bis zu diesem Sommer alle Baugenehmigungen vorliegen sollten. Sobald dies der Fall ist, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen. Die ersten größeren Einschränkungen für Fahrgäste sind direkt nach Ostern 2026 zu erwarten, mit längerfristigen Änderungen im Fahrplan während der gesamten Bauphase.
Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach, äußerte die Hoffnung, dass die Arbeiten am S11-Ausbau bereits gegen Ende 2030 beginnen könnten. Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen die Züge im 10-Minuten-Takt verkehren, in den Hauptverkehrszeiten fast alle fünf Minuten.
Ziel des S11-Ausbaus ist es, die Kapazitäten und die Zuverlässigkeit auf einer der wichtigsten Pendlerstrecken der Region zu erhöhen. Zwar wird es während der Bauzeit zu vorübergehenden Beeinträchtigungen kommen, doch versprechen die Modernisierungen nach Inbetriebnahme schnellere und häufigere Verbindungen. Ungewiss bleibt jedoch der genaue Zeitplan – nicht zuletzt wegen paralleler Baustellen in Köln.






